viertes Capitel.
zu Hause sind. In Absicht auf den Verlauf undden Ausgang der Krankheiten hat er sehr wohl un-terschieden , welche geschwind töden, welche in kur-zer Zeit mehr mit dem Tode als der Heilung en-den, und endlich welche langsam zu ihrem Ausgangschreiten. Er sah in hitzigen Fiebern, die sich selbstüberlasten und durch unzeitige Arzneyen in ihremLaufe nicht gcstöret waren, gewisse in die Augenfallende Veränderungen zum Besten des Kranken sichäusscrn; und weil dieses sehr oft zu gewisse» Ta-gen wiederfuhr, bemerkte er mit der äussersten Sorg-falt diese Tage. Uebrigens begnügte er sich diese Be-gebenheiten aufzuzeichnen, ohne sich sehr um ihre Ur-sachen zu bekümmern.
Man sieht wie uns die Kenntnis des historischenTheiles der Lehre von den Krankheiten hinwiederbey dem Bett des Kranken zu der Kenntnis der ge-genwärtigen Krankheit führt. Wir haben bey derErforschung der gegenwärtigen Krankheit zugleichalles vor Augen was uns von allen und jeden ein«zelen Krankheiten aus den Wahrnehmungen der be-sten Beobachter aller Zeiten und aller Völker auf-gezeichnet ist. Durch die scharfsichtige Vergleichungdieser Wahrnehmungen, mit allem dem was wir indem gegenwärtigen Kranken bemerken, steigt seine imdunkeln liegende Krankheit an das Licht.
Nichts kam» darum wichtiger seyn als eine wah-re und unverfälschte Geschichte aller jemals beobach-teten Krankheiten. Diese Geschichte kann aber nurdennzumal wahr und unverfälscht seyn, wenn man