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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
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196
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viertes Capitel. *8;

gern, oder die Gattungen der Krankheiten in Artenzu vereinigen.

Aus diesem weitschweifigen und verstandloscnFleis-se entstunden unzählbare Gattungen und Namender Krankheiten. Gcrad als wenn eine Krankheitimmer einen andern Namen haben sollte, wenn siein einer Kleinigkeit von einer andern abgeht, die ihri» Absicht auf das wesentliche vollkommen gleich ist.Die mannigfaltigen Gattungen der Fieber, welcheman in den Hippocratischen Schriften antrift, wer-den darum als Werke der Cnidischen Aerzte betrach-tet , und von den ächten Hippocratischen Schriftenbillig unterschieden. Galenus verwies eben diesenFehler den Empirikern, die aus Mangel einer Me-thode die Zal der Krankheiten bis ins unendlichevermehrte», weil sie mehr auf cinzele Zufälle sahendie unendlich verschieden seyn können, als auf dieganze Krankheit die immer gleich ist. Unter denNeuern sind Scnncrt und Argenticri in den gleichenFehler verfallen , weil sie die Krankheiten allzuspitz-findig unterschieden. Man sieht wie nöthig es ist,dasi man nicht nur die Gattungen der Krankheitenzu unterscheiden geschickt sey, sondern daß man auchwisse wo ihr Unterschied aufhört. Schlechte Köpfesondern Krankheiten die von einander gar nicht ver-schieden sind, gleichwie sie andere vereinigen die essind.

Der Herr von Gortcr hat gesagt, die Gattun-gen der Krankheiten seyen eben so beständig als dieGattungen der Pflanzen , die ganrc Natur sey