Buch 
Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
Seite
307
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Drittes Buch,

ryq.

Därme ein gewisses Zeichen des nahen Todes, wennsich die Schmerzen verlohren haben. Auch bey Kin,dern die von denen durch Würmer erweckten Zückun-aen sterben, finde ich in dem schwarzen Abgang einZeichen des Todes.

Die Schweift sagt Hippocrates die an den criti-scheu Tagen kommen und das Fieber wegnehmen,sind die besten. Sie sind gut wenn sie über den gan,zen Körper verbreitet die Krankheit erträglicher ma-chen, sie sind beschwerlich sobald sie dieses nicht thun.Diejenigen sind die schlimmsten die kalt sind und nurirgend an dem Haupte sich äusscrn, denn in einemhitzigen Fieber verkündigen sie den Tvd , und in ei-nem gelindcrn Fieber die Langsamkeit der Krankheit.Ueberall verbreitet, sind sie in gleichen Fällen vongleicher Bedeutung, hirsförmiqte und nur an demHalse sich äussernde Schweift sind schlimm, Schwei-ft die tropfenweise erscheinen und ausdünsten sindgut. Ich habe in einer an dem vierten Tage tödt-lich gewordenen Entzündung der Därme schon amersten, zweyten und dritten Tage eiskalte Schweiftbald an dem ganzen Kopfe, bald an den Händenbemerket, die Krankheit selbst hatte mit einem kal-ten Schweift angefangen , den ich sogleich für einfürchterliches Zeichen gehalten; der Admiral vonWassenaer verfiel in einen kalten Schweis , sobaldals ihm seine Speisröhre entzwey geborsten war.Ueberhaupt wird wahrgenommen daß die Haut biSzum Abfall immer trocken seyn kann, und daß nichtsdestowmiger der Abfall glücklich ist; daß ein allzu-