Buch 
Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
Seite
309
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r?L Drittes Buch,

tigkeit oder Aergcrnis überhandnehmender Hustensind gelinder.

Sonst ist die Heftigkeit des Schweifes nicht im.mer eine Wirkung der Geschwindigkeit des Pulses,weil bey einem Pulse von achzig Schlägen der Krau.ke oft über und über schwitzt, da bey einem Pulsevon hundert und vier und dreißig Schlägen, die Hautoft trocken bleibt. Auch ist darum die Abwesenheitdes Schweifes bey dem Gebrauche der allcrstärkstenfchweistrcibenden Mittel ein Zeichen ans welchemerhellet, das Blut sey in eine so übermäßige Bewe-gung gesetzt, daß eine natürliche und ordentliche Ab,sönderung des Schweifes unmöglich geworden. Ueb-rigens hat Sanctorius aus dem vermehrten und ver-minderten Gewichte des Körpers , das ist aus dermindern und mehren» Ausdünstung, den Ursprung,Fortgang und Ausgang der Krankheiten scharfsinnigbeurtheilt.

Blntflüsse äussern sich oft in hitzigen Krankheiten,und werden entweder in Ansehung des Theiles durchwelchen das Blut stießt, oder in Ansehung der Na-tur des Blutes , als Zeichen merkwürdig. DieseBlutflüssc geschehen am meisten durch die Nase, denMund, den After , die Geburtsglieder , und auchzuweilen durch die Oberfläche des Körpers über-haupt. Alle diese Blut,lüfte beweisen in den erstenTagen hitziger Fieber mehr nichts als die Heftigkeitder Krankheit, und darum werden sie als Zufälleder Krankheit betrachtet. Sie sind aber auch alsAbfälle von der grösten Wichtigkeit. In einfachen