zwölftes Capitel. 6-7
der Eltern mit der citcln Hvfming nährten , sie ma-chen Wunderwerke von Gelehrsamkeit aus ihrenKindern.
Köpfe die zum abstrahiren nicht gestaltet sind oderihre abstrahircnken Kräfte misbrauchcn, haben dasSchicksal des Gelehrten den der Freyherr van Swie-ten durch eine allzustarkc Anstrengung seines Geistesin einem äusserst beschwerlichen Schwindel verfallengesehen , wenn er mit einer Aufmerksamkeit auchnur ein kurzes Histörchen anhören wolle, der in ei-ne Ohnmacht mit der Empfindung einer ausscror-dentlichen Mattigkeit verzank wenn er sich nur anetwas erinnern wolte, indem er alles Widerstandsohngeachtct dieser Sache nachdenken mußte, bis erhinfiel. Ich befand mich bis in mein achtzehntesJahr auf einer Akademie wo man dieÄVcllwcishcitnach der trockensten und langweiligsten Methode trieb,einige der fleißigsten und gcpriescnstc» Schüler wur-den ganz stupide, einige Narren, einige gebuckelt,ich lernte Gott fey dank gar nichts. Unser Profes-sor selbst war ein frommer, gelehrter, und redli-cher Mann; aber Wolfens lateinische Schriftenfand er zn kurz, zu lakonisch, er verwandte daherfeine meiste Zeit auf ihre Erweiterung, und brauch-te den Umfang der Methaphysik zu lehren wenigerNicht als acht Jahre. Bc» dieser schweren Arbeitsank dieser sonst gesunde, blühende, muntere , äus-serst keusche, und baumstarke Metaphysiker in dietiefste Hypochondrie, er verlor feine Kräfte , wardmager und gelb , brauchte einen unermeßlichen