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Quark von Arzneyen, ward immer schwächer,und ganz schlaflos. Endlich laS er alles was mantrauriges von der Hyvochondrie geschrieben hat,verfiel in eine Verrückung von etlichen Tagen, undstarb.
Keine Arbeit des Geistes ist so ermattend wie die-jenige, der man sich mit Misvcrgnügen unterzieht.Man hat mich zu Nechtshändeln gebrauchen wollen,kalt wie in der Todesstunde floß mir der Schweißaus allen Gliedern hervor, sobald ich von Ncchts-händeln sprechen hörte. Ein Mensch der mit demGefühl von langer Weile etwas liest, ein Schrift-steller der dieses oder jenes Stück seines Werkes mitMißvergnügen schreibt, kommt im Ansang noch soziemlich fort, aber bald wird das Hirn und dieNerven geschwächt, man gähnt, man schnupft, reibtdie Stirne, beißt in die Nägel, kratzt, und bringtnichts als plattes Zeug heraus. Darum vergessenwir so viel von dem was wir lesen ; darum sind wirso oft sv gedankenlos; daher kommt die Schwcitzer-meditativn s Nochmglling, oder lri,vil8meäit3l>un) derEngländer; darum sind unsere Schriften oft sichselbst so ungleich, so bnntschcckicht, so elend ; da-rum handeln wir so oft verkehrt, weil man nichtswohl macht als was man mit Vergnügen macht.Unter allen Verrichtungen des Geistes scheint mirdiejenige so wir ohne anderer Hülfe durch die Kräf-te unsers Geistes allein verrichten (le crsvLil llo cröa-tion) am längsten unschädlich, weil sie die ange-nehmste ist. Sanctorius sagt darum sehr wohl,