764 viertes Buch,
Zufalle, ohne welche keine Welt möglich gewesen ist,unterliegen mögen. Aber diests hält er gleichsamfür unsere letzte Pflicht, und er glaubt Rousseau kehredie Beschaffenheit der menschliche» Natur um, wenner sie oben ansetzet.
Indeß ist es der Mühe werth die in dem Men-schen selbst liegende Kräfte zu kennen, durch die er die-sen zalreichen Ursachen der Krankheiten zu widerstre-ben Host. Diese Kräfte liegen in der Wiederherstel-lung des Verlornen, in der Verbindung und Befe-stigung des zerrissenen und zerbrochenen, in der Ab-scheidung des fehlerhaften und besonders in der Ei-terung , in dem Auswurf des schädlichen durch diegewohnten und ungewohnten Gänge, zuweilen indem Fieber, i» der Beyhülfe der mitleidenden Thci,le, in der Lebensart, in der Gewohnheit, in derStärke des Temperamentes , in gewissen Seltsam-keiten der Natur, und in der Gewalt der Seele überden Körper.
Die Wirkungen der äußerlichen Dinge sind sehroft unter gewissen Umständen der Lebensart unschäd-lich. Einem Menschen der immer sitzt, denkt, liestlind schreibt wären harte Speisen freylich sehr schäd-lich , er bcfindt sich wohl bey dünnen oder wenigenSpeisen. Hingegen wären einem Menschen der im-mer feinen Leib übet, und sehr harte Arbeiten ver-richtet wenige und dünne Speisen schädlich, er be-findt sich wohl bey harten und vielen Speisen. DieUnmäßigkcit im Essen und Trinken dient also einemHandwerker, einem Bauer, einem Soldaten zur