77- viertes Buch,
nigen, tugendhaften, und mit der einnehmendestenBeredsamkeit begabten Sicilianischen Abt namensVincenz Sembrano gekannt., der nichts ohne dieäusserste Leidenschaft verrichten konnte, der bey derblosse» Erzählung auch sogar der poßirlichsten Dingesein Gesicht so sehr verzog, seine Augen so weitaus ihren Holen herausschoß, seine Fäuste so seheumhcrschleuderte, seine Füsse so sehr in die Erdetrat, und seinen ganzen Kopf zudem noch so excen-trisch bewegte, daß ich todt zur Erde gefallen wäre,wenn ich nur für eine Viertelstunde die Miene mei-nes Sicilianers hätte annehmen sollen. Er befandsich hingegen niemal so wohl, als wenn er unterden Bäumen der Thülleries mich und andere zehenStunden hintereinander auf diese Weise untcrhal.ten halte.
Man weis daß die Gewohnheit die Wirkungenverschiedener anderer äußerlicher Dinge auf den Kör-per bestimmt. Eine Europäerin stürzt der gleicheGeruch in eine Ohnmacht der eine Sültane erqui.ket, und die Siameser lieben die faulen Eyer sosehr als einige Schweitzer die faulen Käse. Beyden Ostindiauern ist es üblich der Frucht des sehrscharfen und äzenden sogenannten AmerikanischenWunderbaums zum kauen sich zu bedienen. In Peruschleppt das Frauenzimmer beständig in» Mundeund kaut das Limpion oder die Tobackrolle.
Die zärtesten Weiber kramen ihren Busen indem herbsten Winter ohne Nachtheil aus, da dochdie stärksten Männer diese Entblöffung nicht vertrü-