lS Einleitung.
befteyt zu seyn, auf jede Weise das Wohl desStaats zu befördern.
Ader nach dem Maasse, daß die Lehre und dasBeyspiel der Apostel aus den Augen gesetzt wurde;die Kirchen und ihre Diener sich vermehrten;der Eifer des Volks in der Gottesfurcht erkaltete,und man gnsieng die Geschäfte ferner Kirche zu ver-nachlässigen; die Kayftr endlich sich d n Christengürrstkg erzeigten und zuletzt selbst zu unserm Heil.Glauben bekannten: Um so vrei mehr fieng der Cle-rus an, eine Oberherrschaft über die Layen mitGewalt an sich zu reisten, die Weltleuthe zu ver.achter;, den Reichthum zu lieben, nach EhrrnstellenZu schmachten, und unter sich selber nur tausend inder ersten Kirche unbekannte Vorzüge und Unter-scheidungen zu hadern.
Aus dergleichen Quellen ist die Macht und der un-endliche Reichthum des Cierus entsprungen: Und daer einmal so hoch gestiegen, kann er es nicht mehrertragen, daß ihn jemand an die Lehre des Evan-geliums, an den Geist und das Beyspiel der erstenKirche, kurz an seinen geringen aber preißwürdi,gen Ursprung erinnern will. Ja der größte Theilvon ihnen ist so thöricht, und in ihrer eignen Ge-schichte so unbewandert, daß sie wähnen, auch inden vergangnen Zerren immer eben so ansehnlich,so reich, so mächtig oder gar noch mächtiger alsheut zu Tage gervesen zu seyn. Darum verfluchenund verfolgen sie alle diejenige , welche sie liefer zusetzen und zu demüthigen trachten. Aber ich hoffe,