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r« Einleitung.
von uns ehevorige Zeiten mehrere Beyspiele geben:Oder wenn sich der Staat aufreche erhalten undseinen nahen Untergang abwenden will, so ist ergezwungen, die Macht und den Hochmuth der Geist-lichkeit zu dämpfen, und sie, vielleicht noch mehrals es seyn sollte, einzuschränken. Die protestan-tische Fürsten sind uns hierin vorgegangen, da sie,um sich vom Untergang zu retten, womit die Geist-lichkeit sie bedrohete , ihr nicht allein Güter undMacht, sondern anch einen standsmäffigen Unter,halt entzogen haben.
Machiavel sagt in der ersten Abhandlung desdritten Buchs über die erste Decas des Li us Livius:«Will man eine Sekte und einen Gottesdienst lan-„ge aufrecht erhalten, so müssen sie öfters auf ihre«erste Grundsätze zurückgeführt werden.» Hierauswürde folgen: Daß unsere Geistlichkeit, wenn ihreSache gut gehen soll, zu ihrer ursprünglichen Ar-muth , Demuth, gutem Beyspiel und Friedfertigkeitangehalten werden muß, wie es der Gstst des Evan.Heliums besiehst, und solches in der ersten Kirchegehalten wurde. Diese Staatslehre des Machiaoelsist gut und richtig: Wollte Gott daß sie bey unsererwelschen Geistlichkeit in Ausübung gebracht werdenkönnte! Aber bey dermaliger Lage der Sachen sindich aus Gründen, welche rm Verfolg dieses Werksvorkommen werden, kein anderes Mittel, als daßder Geistlichkeit alle Macht und Vermögen benom.men werde. Wir wollen sie gemächlich abev nichtin überflüssigen; Reichthum leben lassen: Wir wol.