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Von einer Reformation in Italien : oder von den Mitteln, die gefährlichsten Missbräuche und die schädlichsten Gesetze dieses Landes zu verbessern / [Karl Antonio Pilati]
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Einleitung. «r

len ihnen Ansehen, aber keinen uneingeschränktenGewalt geben: Die gegenwärtigen Umstände er-heischen es. Von der Staatslehre des Machiavelsmuß also nur allein in Rücksicht auf die Sittenund Zucht des (slerus Gebrauch aemachet werden;das ist, man muß die Geistlichkeit anhalten ihrealte Lebensart wieder anzunehmen , wie sie solcheführte da sie noch an das Evangelium und die Apo-stel gedachte. Die Einführung der alten Kirchenzuchtist vor allen Dingen höchstnothwendig, davon einersolchen Verbesserung der Staat alles mögliche gutezuerwarten hat: Denn es ist fürwahr ärgerlich,wenn uns diese Leuthe den ganzen Tag mit ihremGeplauder beschwerlich fallen; Fehler von der Kanzelrügen, womit sie selber behaftet sind; uns Pflich-ten aufbürden die sie zuerst nicht erfüllen, und Sa-chen verbieten die sie stündlich thun. Auf dergleichenGeistliche kann man mit bester Fuge die Wortedes Arrians deuten, welche er feinem Epicktet B-Ul.K. 21. in Ansehung henchlerscher Pfaffen in denMund leget: Ihr habt noch selber nicht genug-same Erkanntniß von den Geboten der Weisheit,und wollt sie über andere ausschütten; einem ver-dorbenen Magen gleich, der seine unverdautenSpeisen wieder auswirft. Verdaut sie einmal sel-ber : Laßt sie in euer eignes Wesen sich verwan-deln, und macht, daß sie bey euch zum ersten einbesseres Leben wirken. Der Schmied sagt janicht : Höret, lieben Leuthe, wie schön ich vonmeiner Kunst reden kann; sondern er miethet eine