LL Einleitung.
„Feuerstätte, bereitet seinen Werkzeug, fängt an„zu Handthieren , und zeigt mit der Arbeit daß er„sein Handwerk verstehe. So sollst du es auch ma-,>chen. Oder getraust du dir einen! andern das„znrathen, was du selbst nicht thust? Du führst„dich nicht auf wie es einem Priester geziemet: Du„besitzest die eefoderlichen Eigenschaften nicht; du„hast weder die nothwendige Erfahrung, noch das„hinlängliche Alter; kein unschuldiges und keusches„Leben geführt; nur einige Worte hast du auswen-„dig gelernt, und behauptest doch daß -ein Wort„heilig in sich und durch sich selber sey: Lieber!„sage mir, warum hat dieses Wort nicht vermocht„dich selber zu bessern? Schäme dich deiner Plan-„derey, und entferne dich von einem Amt zu wel-„chem du untauglich bistl„
Uebrigeus aber betheur ich, daß in allem, wasich sagen werde, Vernunft, Billigkeit und Va-terlandsliebe mich einzig leiten sollen, Partheygeist,Bitterkeit und Freydenkerey sind nicht meine Sache.Ich liebe meinen Glauben; aber ich hasse alle dieMißbrauche welche unser Welschland zugrund richten.Darum fö'-chr ich nicht daß mich jemand einiger Ketze.rey beschuldige: Ausgenommen irgend ein dummesPfaffchen, ein eselhafter Mönch, oder ein boshafterKopf, die sich nicht weil ich unrecht schreibe, son-dern weil meine Anmerkungen ihren schlimmen Absich-ten und schändlicher Gewinfucht entgegen sind, bemü-hen werden mich zu schelten, und den Haß des einfälti-gen und unverftäl.digmPöbels wider mich aufzuhetzen.