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Von einer Reformation in Italien : oder von den Mitteln, die gefährlichsten Missbräuche und die schädlichsten Gesetze dieses Landes zu verbessern / [Karl Antonio Pilati]
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23
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LL Einleitung.

Feuerstätte, bereitet seinen Werkzeug, fängt anzu Handthieren , und zeigt mit der Arbeit daß ersein Handwerk verstehe. So sollst du es auch ma-,>chen. Oder getraust du dir einen! andern dasznrathen, was du selbst nicht thust? Du führstdich nicht auf wie es einem Priester geziemet: Dubesitzest die eefoderlichen Eigenschaften nicht; duhast weder die nothwendige Erfahrung, noch dashinlängliche Alter; kein unschuldiges und keuschesLeben geführt; nur einige Worte hast du auswen-dig gelernt, und behauptest doch daß -ein Wortheilig in sich und durch sich selber sey: Lieber!sage mir, warum hat dieses Wort nicht vermochtdich selber zu bessern? Schäme dich deiner Plan-derey, und entferne dich von einem Amt zu wel-chem du untauglich bistl

Uebrigeus aber betheur ich, daß in allem, wasich sagen werde, Vernunft, Billigkeit und Va-terlandsliebe mich einzig leiten sollen, Partheygeist,Bitterkeit und Freydenkerey sind nicht meine Sache.Ich liebe meinen Glauben; aber ich hasse alle dieMißbrauche welche unser Welschland zugrund richten.Darum'-chr ich nicht daß mich jemand einiger Ketze.rey beschuldige: Ausgenommen irgend ein dummesPfaffchen, ein eselhafter Mönch, oder ein boshafterKopf, die sich nicht weil ich unrecht schreibe, son-dern weil meine Anmerkungen ihren schlimmen Absich-ten und schändlicher Gewinfucht entgegen sind, bemü-hen werden mich zu schelten, und den Haß des einfälti-gen und unverftäl.digmPöbels wider mich aufzuhetzen.