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Von einer Reformation in Italien : oder von den Mitteln, die gefährlichsten Missbräuche und die schädlichsten Gesetze dieses Landes zu verbessern / [Karl Antonio Pilati]
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also ihrem Ehrgeitz und Habsucht einmal Schran-ken setzen; und daö um so viel mehr, da sie mit ih-rer wirklichen Grösse sich nicht begnügen, sondern,wie die Erfahrung lehret, täglich bedacht sind durchneue Betrügereyen noch mächtiger zu werden, und,nach der Anmerkung des gelehrten Verfassets derGeschichte von dem geistlichen Staatsrecht inFrankreich, ihre Entfernung von der Welt zu nichtsanders dient, als ihren Geitz zu vergrößern, wel-cher immer schreyt: Mehr, mehr!

Es verlangt demnach das allgemeine Beßte vonWelschland immer mehr, daß alle seine Fürsten undRepublicken solche Uebel aus dem Weg räumen,welche die Hauptquellen unsers gegenwärtigen EiendSsind. Dieses kann zwar nicht auf einmal, aber mitGeduld und Klugheit gar leicht nach und nach ge-schehen. Vor allem aus muß man bey jeder gu-ten Gelegenheit darauf bedacht seyn, sowohl dieweltliche als geistliche Macht des Papsts in die Grän-zen seines Kirchenstaats einzuschließen. Hiernächstmuß man ämsig und beßtmöglich die Wirkung der-jenigen canonischen Gesetze zu hemmen suchen, wel-che nur auf die Bereicherung des,römischen Hofes,und der Geistlichkeit überhaupt, sowohl als auf dieFestsetzung und Erhaltung ihres ausfchweiffeudmAnsehens und Ehrgeitzes, abzwecken.

kerzen zu verdienen. Sonst muß einer sehr glücklichseyn , wenn er in einer Domkirchc , wo 24. oder mehrsolche Hochadeliche Pfrunder sind, Zwey oder dreyquirlst.

Der Asberfttzer.