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Von einer Reformation in Italien : oder von den Mitteln, die gefährlichsten Missbräuche und die schädlichsten Gesetze dieses Landes zu verbessern / [Karl Antonio Pilati]
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fremden Staaten bekömmt, die alle Augenblicke,Rom zu lieb, ihren Fürsten zusamt dem Vaterlandzu verrathen mistig und bereit sind; auch, in derAbsicht das päpstliche Ansehen zu unterstützen, tau-send neue Ränke ersinnen, um die Herzen der Völ-ker von dem wahren Gegenstand ihrer Verehrungund Liebe abzulenken: Wie uns davon das deutscheReich, Frankreich und Engelland, die schrecklichstenBeweise aus allen Zeitaltern geliefert haben.Ist es etwa nicht aufhebenswerth, wenn klar unddeutlich bewiesen wird, daß die ganze christcatholi-sche Welt von den Bettelmönchen und übrigen Or-den unaussprechliche Erpressungen auszustehen hat?Letztere besitzen ja bekanntlich unermeßliche Güter,welche nicht nur für den Staat worinn sie sich be.finden, sondern für die ganze menschliche Gesell-schaft verlohren sind. Denn aus dem Rachen derMönchen ist keine Rettung zu finden; oder die we-nigen Wege, wodurch etwa noch ein Theil ihrerReichthümer in Umlauf kömmt, sind selber höchstgefährlich und ärgerlich : Wie z. B. die Anschaf-fung eines übermässigen Kirchengeräths; das Ein-kaufen der unbeschrankten Bedürfnisse ihres üppigenLebens; die Darlehne um Wucherzinü; der Ver.dienst einiger weniger Handwerker, und zwar na-mentlich derjenigen, welche Pracht und Lupus gleich-sam durch ihre Kunst begünstigen; der Lohn einergeitzigen Ehebrecherin, oder öffentlichen H *", u. dgl.

Auf diese Weise kann ein Kloster für nichts an-ders angesehen werden , als für einen Klumpen von