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Von einer Reformation in Italien : oder von den Mitteln, die gefährlichsten Missbräuche und die schädlichsten Gesetze dieses Landes zu verbessern / [Karl Antonio Pilati]
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versöhnlich gemacht haben; aller der ungeziemen-den, geilen , unKälhigen Reden, imd der blutigenunduldsamen Grundsätze, die- sie der Iuge d- lwmnund niedrigen Stands, beybringen; kurz, aller die-ser Missethaten'in Worteu, Werken und Mbehr-den, weitlänftia Erwähnung zu thun. Ganz-Jta-lien ist nur zu lange Augenzeuge solcher unzählbarerschändlicher Austr-tte gewesen. Freylich last ^ch,wie schon off gesagt s niWches auf die Rechnungunsers warmen Himmelsstriches setzen; welches un-ter andcrm daraus erhellet, daß die Geistlichkeit derSpanier, unsrer Nachbarn, noch ausschweifenderist als die unftrge; da hingehen-die deutschen Pfäff-chen, welche ein gcmässLgteres Clrcka bewohnen, nichtso sehr allen Lastern ergeben sind, und die Glut der Lei-denschaften gewöhnlich am liebsten in grossen Schop-pinergläsern oder in einem Bierrausche abkühlen.

Aus diesek>ä!so bekannten natürlichen Beschaffen-heit üuscrs^Landes, erhellet aufs neue und deutlich-ste, was ich Don im vorhergehenden Harrptftück festge-setzt habe : Muttich die Nothwendigkeit einer Vermin-derung der Gekttiargeistüchen, und einer gänzlichenAusrottung aller Klöster, als der eigentlichen Pflanz-stätte des Aberglaubens und des äigerlichftenBetrugsi

Noch eiüe Verachtung, muß ich nicht ausser Achtlassen. Alle unsre Geistliche ssnd verzagte, kleingei-stige, lichtscheue , feige Memmen. Ich sehe denGrund davon gar wohl ein; ss ist aber nicht rath»sam, solchen jedermann aufzudecken. Zu meinesAbsicht ist es genug, daß man aus Erfahrung wetM