Und nämlich geitzig, argwöhnisch, Verleumder,nulzsüchtige Memnien, ungerecht und rachgierig sind;Lasier welche unmittelbar aus den falschen religiösenGrundsätzen fließen die sie eingesogen, und von de-nen wir an einem andern Ort geredet haben. Da-her kömmt es, daß in unserm Welschland der äch-ten Christen, ich meyne der rechtschaffnen Männer,so wenige sind. Denn gewöhnlich gehören sie zuder obbeschriebenen Classe; oder dann zu einer an-dern, deren Mitglieder den blossen Namen von Chri-sten tragen, in der That aber wie das Vieh leben,und sich allen erdenklichen Ausschweifungen überlas,sen So würden z. B. gewisse Leuthe um alles inder Welt willen es nicht wagen, eine Messe oderProcesswn zu versäumen , oder ohne Rosenkranz,Scapular, oder sonst irgend ein HMgthümge» auszu-gehen. Wenn sie aber wirklich in ^er Kirche sind,setzen sie alle Gott schuldige Ehrfurcht beyseite; la-chen, treiben Zotten und Possen; fangen irgend eineBuhlschaft an, und würden sich, wo es sich thunliesse, nicht entblöden, solche an diesem heiligenOrt auch zu vollenden. Neben der Kirche, ver-steht sichs , sind sie auf gar nichts anders als aufUnzuchten, Intriguen, Rache, u. dgl. bedacht.Und hierin« leuchtet ihnen, wie wir schon oft gesagt,die Clerifty selber mit ihrem Beyspiele vor. Darumist wol keine Erdgegend so voll von Gottesläugnernund Unchristm als Italien. Denn unsre schönenGeister und guten Köpfe, deren es in Welschlandgenug giebt (wenn sie die Gottlosigkeit und den Un-
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Von einer Reformation in Italien : oder von den Mitteln, die gefährlichsten Missbräuche und die schädlichsten Gesetze dieses Landes zu verbessern / [Karl Antonio Pilati]
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