rs6 »d* ^
und überlaut reden, und Sie dringend bitten müs-sen , die Vortheile des H. Sttchls / und Ihre ei.gene Ehre, Würde und Erhaltung auf das innigstezu beherzigen. Noch einmal, Heiligster Vater! !Nicht Unser Elend, nicht Unsre Armuth und Blöße, Isondern Ihr Heil und Iyre Wohlfahrt, heißenuns den Mund öffnen. Und da aste fremden Brun-nen, welche ehemals so reichlich in diese Gegendenströmten, auf immer für Sie und Ihre Nach,folger verschlossen scheinen; so lohnt es sich docheiner mehr als gemeinen Mühe, alle Mittel aus,fündig zu machen, um in Ihren eignen Gebieten,neue Quellen von Würde, von Reichthum undMacht zu entdecken!
Es stehen aber die Vortheile eines Landesherr»mit der Glückseligkeit der Unterthanen in einem soengen Verhältniß, daß weder Sie noch irgend em !andrer Fürst jene erlangen kann, wenn er nichtzuerst diese seinem Volke gewähret hat: Also daß ider nämliche Wohlstand, welcher ihm Zufrieden. ^heit , Ehre und Ruhm verschaffen soll, zuerst dieniedrigste Hütte des Bauers am Pfluge befteligen, >und nachwärts stuffenwerse durch alle Stände hmaufsteigen muß, ehe solcher zu dem Thron des Be.Herrschers gelangen kann. Der H. Stuhl selberder diese untrügliche theure Wahrheit so lanae zumißkennen schien, als noch seme unzälbare Unter-thanen, die er sich durch seine Staatskunft auf demganzen bekannten Erdkreis erworben hatte, sich umdie Wette beejferten, seinen Ruhm zu erhöhen und