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Von einer Reformation in Italien : oder von den Mitteln, die gefährlichsten Missbräuche und die schädlichsten Gesetze dieses Landes zu verbessern / [Karl Antonio Pilati]
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129
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Die den nützlichen Umlauf des Reichthums untereinem ganzen Volke, für die schädlichste Hemungihrer eignen Triebfedern ansieht; die der Bevölke-rung von Europa> tliche Wanden schlug; den Kün-sten und der Handelschaft vorschlich ihren Schutzentzieht; die Ländereyen äsn liebsten unbewohntund ungebauen läßt : Diese Politick, Wir wieder-holen es, müssen Sie entweder schleunig den Wegalles Fleisches schicken, oder mit uns zu Grundegehn-

Geben, ach geben Sie, Heiligster Vater! dem !verödeten Lande und den entvölkerten Städten ihrVolk wieder: Stellen Sre den Ackerbau her, dernun so viele Jahrhunderte durch schändlich vernach- ^lässrgt worden: Beleben Sie Künste und Manu- !facturen aufs neue: Lassen Sie die Segel römischer ^Kauffardeyschiffe die Mitteisee decken, und IhreFlaggen im Adriatico wehen: Mit Einem Wort, 'denken Sie Tags und Nachts nur darauf, wie sie IIhre Unterthanen vermehren, derselben Zustand Iglücklicher, Ihren Kirchenstaat ruhig von innen,und sicher vor auswärtigen Feinden machen wollen.

Warum beschneiden Sie doch Ihren Clerus !nicht, an Zahl ^ und an Wuchst? Warum vermin-dern Sie die Klöster nicht? Warum leiden Sie, !

daß jede feige Memme, jeder TagdLeb, jeder mchts-nütze Familiensohn, da eine sichere Zuflucht finde,in Müffiggang, Geilheit und allen Lastern zu leben?Warum trachten Sie nicht die Ehen, durch Ehre,Würden, Aemter, durch jede Belohnung wo es