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den. Nirgends leuchtet diese Wahrheit besser her-vor als in einigen halb eatholischen und halb pro-testantischen Städten in Deutschland: Die Bürgervon Luthers Sekte, aus Mangel an allerley geistli-chen Aemtern, müssen sich auf Handarbeit legen,und werden ansehnliche wackere Leuthe; unsre Ca-tholicken hingegen leben mitten unter fetten Pfrün-den in schimpflicher Armuth und schmutziger Schwel-gerey.
Bey solchen sonnenklaren Thatsachen, werdenwohl G. Heiligkeit nicht weiter Bedenken tragen,dem Celibat, so viel möglich, Einhalt zu thun, undzu machen daß Ihre Provinzen wieder von Volkewimmeln? — Ertheilen Sie darum ämsigen Aus-ländern Ehren, Vorzüge, und die nöthigen Be-freyungen; locken Sie dieselben an, in Ihren Städ-ten den Wohnsitz aufzuschlagen, oder Dörfer aufIhren Heiden anzulegen, und Ihre Wüsteneyenurbar zu machen. Lassen Sie sich von dem be,rufnen schädlichen Clima, welches Ihre Gebietedrückt, nicht abschrecken: Die neuen Ankömmlingewerden bald , mit dem Austrocknen , Reuten/Ausbrennen, Düngen u. s. f. dieses ungesundenBodens, demselben die Fruchtbarkeit, und demHimmelsstrich die Gesundheit wieder geben, die siezu den Zeiten unsrer Aelterväter genossen.
Aber Frömdlinge werden eben so wenig in dieseGegenden kommen, als die Eingebohrnen sich zurBevölkerung aufmuntern lassen, wenn nicht zugleichdafür gesorgt wirb, daß jedermann sicher vor aller