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Von einer Reformation in Italien : oder von den Mitteln, die gefährlichsten Missbräuche und die schädlichsten Gesetze dieses Landes zu verbessern / [Karl Antonio Pilati]
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148
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seligkeit Ihrer getreuen Unterthanen abhängen; unddaß Wir zu der Ihrigen keineswegs mitwirken kön-nen , wenn Sie nicht vorläufig zu unsrer Vermeh-rung und der Besserung unsrer Umstände und Be-quemlichkeiten Ihr möglichstes beytragen. Hieraufmüssen Sie, wir können es nicht genug wiederho-len, vor allem aus bedacht seyn, wenn änderst derrömische Stuhl aufrecht und blühend bestehen soll,für itzt und für die Zukunft.

Dieses, Heiligster Vater ! sind unsre eifrigstenWünsche. Geben Sie denselben Gehör , wohlanso wird daraus unendlich viel Gutes erfolgen. Siewerden die unglücklichen Unterthanen des Stuhlsdes H. Petrus aus dem Rachen des äusserstenElends retten; und zugleich andern welschen Für-sten und Staaten zum leuchtenden Vorbilde die-nen, wie weise und seelig es sey , ein Volk aufdiese Weise zu regieren, und den verbarmeten Ge-meinen Vorstand in seine Mitte zurückzuführen.Sollten sie dagegen diesen unsern flehentlichen Bit-ten Ihren Beyfall verjagen, so stehet zu befürch-ten, baß wenigstens unsre Kinder, von der Ver-zweiflung angespornt, sich aufmachen werden , denStuhl von Rom, diese Grundfeste unsers dießma-ligen Uebelstands zu zerstöhten, auf seine Trümmerwieder einen Senat auszuführen, und demselbenseinen alten Gewalt zu geben, das römische Volkznm berühmtesten auf der Erde rn machen»