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Von einer Reformation in Italien : oder von den Mitteln, die gefährlichsten Missbräuche und die schädlichsten Gesetze dieses Landes zu verbessern / [Karl Antonio Pilati]
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156
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vicht nach dem blossen Licht, der Vernunft, sondern ,auch nach einer gesunden Staatöraison, verschie-dentlich eingerichtet wenden müssen.

Bey der Abordnung der bürgerlichen Gesetze ei-nes Volks ist vor allem aus auf seine Regierungs-form zu jeher,: 9b sie nämlich demecratisch, ari-stocratisch, oder eine Monarchie sey. Denn vondem Scheusale eines despotischen Stacks, wo keingutes oder gerechtes Gefttz Platz haben kann, magich kein Wort reden. Diejenigen Gesetze nun,welche für eine Aristokratie ot er Demoeraue zuträg-lich sind, könnten in einem monarchischen Staatenicht selten schädlich und verderblich seyn; und um-gekehrt, rc.

Sv darf z. Ex. in Freystaaten der väterliche Ge-walt wenig eingeschränkt seyn. Dmn diese Rcgie-rungsform erheischet, daß ihre Bürger vor allemaus di' Tugend und das Vaterland lieben, undlöbliche Litten überall hem'cherw seyn: Eine strenge.Erziehung aber ist unstrittig das beßte Mittel zudiesem Zwecke Dem Republikanischen Hausvater,welcher entweder selber eine gute Erziehung genos.sen, und in der Ausübung ieder schönen That graugeworden; oder der wenigstens weißt , was zu einemrechtschaffnen Betragen gehört, und seine Kindergerne zu Tugenden ziehen möchte, die er selbereben nicht allemal ausübt, muß also ein hoher Gradväterlichen Ansehens vergönnt seyn, wenn er ihrenNeigungen und Handlungen die gehörige Richtunggeben soll. Dmum übten auch m der rönuschen