sein Codex Fridericianus nicht so voll von Forma-litäten und Benamslmgen unnützer Fälle und Fra-gen seyn: Und hätte dieser Minister den Geist sei-nes grossen Königs gehabt, so würde in dem Co-dex nicht auf allen Selten der sclavische Nachahmetdes Iustinians, und irr seinem äus controvorsunr aäLsuterbaLkium der römische Pedant hervorgucken.
Wenn in den römischen Gesetzen manche richtigeund billige Entscheidung enthalten ist, wie sich dennsolches nicht läugnen läßt, so sehe ich darum nicht,wie man sie eben in den höchsten Himmel erheben,oder ein Wunder der Welt daraus machen müsse.Es wäre vielmehr das größre Wunder, wenn unterso viel unvernünftigem, läppischem, spitzfindigemPedantenwerk. kein richtiger, natürlicher und ver-nunftmässiger Gedanke zu finden wäre. Oder wel-cher Idiot ist nicht fähig, über Gegenstände die le-diglich ins Gebiet des gesunden Menschenverstandsgehören, allerley vernünftiges, gutes und schönesZeug zu schwatzen? Um so viel eher sollte diesesvon ordentlichen Rechtsgelehrten zu erwarten stehn.Wirklich halt ich die alten römischen Gesetzverwandtefür grosse Geister und tiefdenkende Köpfe; und binüberzeugt, wenn ihre eignen Werke ganz in ihrerächten Gestalt auf uns gekommen wären, und dernärrische Instinian uns solche nicht um seines Kramswillen vorenthalten hätte, wir darinn manche schönevielumfassende Lehre finden würden. So aber, wiewir die Geistesproduckte dieser Männer besitzen,verstümmelt, unzusammenhängend, ohne Erwäh-