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Von einer Reformation in Italien : oder von den Mitteln, die gefährlichsten Missbräuche und die schädlichsten Gesetze dieses Landes zu verbessern / [Karl Antonio Pilati]
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175
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uung der bestimmten Fälle worauf sie sich beziehen,machen sie freylich schlechte Figur, worauf sichmmmermehr etwas gutes wird bauen leisten.

Alts der andern Seite ist es eben so gewiß, daßdie ersten römischen Rechtslehrer, welche lauter Pastrizier waren, taufende, ley abstruses schwerfälligesGewäsche, und geheimmßvolles Zeug in Sachen,Formalitäten und Ausdrücken erfunden, und z. E.die ganzen Hauptstücke von den Comrackten, Testa,menten, Activum, u. f. f» darein versteckt habemDrefes thaten sie um das Volk tu der Unterwürfig-keit zu behalten, und es zu nöthigen tu asten FällenZu ihnen seine Zuflucht zu nehmen, so oft ein Bür-ger dm Amaß harre, irgend emen Vertrag zu schlies-st», zu erben, zu testwen, vor Gericht zu erschei-nen , u. s. ft Diese geheime, an gewisse Formelnund Cerunonien gebundene Jurisprudenz behielt einegute Zeit die Oberhand, und wurde endlich denRömern znr andern Natur.

Heut zu Tage sieht jedermann leicht ein, haß der.gleichen Superseinheit sich mit den Grundsätzender ächten Rechtsgelahrtheit nicht verträgt, wdcheeinfach und natürlich sind, und keineswegs das Lichtscheuen. Nachdem nun mit Verlauf der Zeit dieseverborgene Weisheit der Patrizier allmählig anfieng,sich öffentlich und «»gescheut zu zeigen, behielt manwenigstens ihren Geist, an welchen das Volk itzteinmal gewöhnt war, auf immer bey, und findenwir darum alle folgende Zeiten davon angesteckt. DieSchüler traten jedesmal in dieFußstapfen ihrerMeister,