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diesen ehrlichen Greis, den glücklichen Vater desSohns/ der unsern Vätern den Gewalt benohmmhat / uns bey lebendigem Leib des Sonnenlichts zuberauben! Solche und ähnliche Gedanken / liebsterFreund! stellten sich dazumal meiner Einbildung für.Aber ach! wie so bald hatten meine Hoffnungenein Ende / und wie plötzlich verwandelte sich meinTrost in bittern Schmerzt Kaum fieng ich an dieEigenschaften des Jünglings / eine nach der andern,näher zu prüffen , und den eigentlichen Gehalt sei-ner Studien zu ergründen ; kaum gab ich mir dieMühe/ seinen Begriffen und Grundsätzen ins Tieffenachzuspüren / so erkannte ich / daß es von mir diegrößte Ungerechtigkeit gegen mein Vaterland wäre,zu gestatten , daß er an der Regierung desselben ir-gend einen Platz jemals bekleiden sollte.
O mein lieber Giuseppe! wie viel besser hätte ichgethan / ihn die Schulen gar nicht besuchen zu las-sen/ als ihn auf diesen Schlag gelehrt zu machen!Wie viel glücklicher/ wie viel tüchtiger noch dereinstweift/ klug und geschickt zu werden / würde er seyn,wenn er minder von der Art Weisheit und Wis-senschaft hätte / mit welcher er durchaus angestecktist! Die grossen und übereinstimmenden Lodsprüche,welche ihm seine Lehrmeister gegeben, haben ihn be-redt daß er ein vielbedeutender Mann sey; und die-ser Wahn hat mir ihn in seinen falschen Grundsätzenso halsstarrig gemacht/ daß ich nicht hoffen kann/ ihmjemals die Augen öffnen, und ihn aus seiner Dumm-heit herausreißen zu können. Siehe einmal das