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man als elegantissimos Iz^os, sublim! litera-rum effigie, cbuinetere siicunllissimo pries,befaßte sich Gering auch mit diesen Formen.Es liegen besonders schöne Druckwerke mit leb-haftem, gefälligem gothischen Druck von ihmvor. Vierzig Jahre lebte uud wirkte UlrichGering als der anerkannteste Meister in sei-nem Fache in der großen Hauptstadt, erwarbsich ein reiches Vermögen, und war äußerstwohlthätig, unterstützte besonders studirendeJünglinge und befestigte sein Andenken durchgroße Vermächtnisse, in welchen er besondersdie Sorbonne und das Kollegium des Studi-ums auf dem Spitzberg, Montaigu, bedachte.
An der Sorbonne hatte er bedeutende Sti-pendien gestiftet, und Montaigu die Hälfteseines Vermögens vermacht, so daß aus seinemVermächtniß das Studiencolleg erweitert wer-den konnte. Auf Montaigu hatte er seine Be-grabnißstätte gewählt. Er starb im Jahre1510. Sein Gedächtniß ward bis zur Revolu-tionszeit alle Jahr feierlichst begangen, seinBildniß wurde daselbst aufbewahrt, und wieander Capelle der Sorbonne, so auch in derKirche von Montaigu durch Inschriften seineVerdienste uud sein Testament dankbarer Er-innerung überliefert. „So hoch", sagt Göld-lin, „ward dieser erste Buchdrucker Frank-reichs gefeiert und solcher Hochfchätzung werthgehalten wegen seines Kuuststeißes, seines Ei-fers für Geistesbildung und Wissenschaft, undseines humanen Wohlthätigkeitssinnes."
3) Die Buchdruckereren zu Basel.
Peter Ochs, in seiner Geschichte vonBafel, giebt als die ältesten Denkmale der indiesem altberühmten Musensitze so unvergleich-lich ausgebildeten und ausgeübten Buchdru-ckerkunst an: Observstiones all speculiun sa-xnnicum 1474, zwei lateinische Bibeln vornJahre 1475 und Oecretum Oratiemi mit Glos-sen 1476.
Nach dem erweislich Vorliegenden müßtealso Basel hinter Beromünster in Hinsicht aufPriorität der Kunstübung zurückstehen. Indeßlautet eine alte Sage, nicht lange nach Grün-dung der Universität 1459 sei dort auch dieVuchdruckerkunst einheimisch geworden und dersachkundige Zunftmeister Heidegger vonZürich macht die Bemerkung: Es fänden sichviele Druckwerke vor ohne Anzeige von Zeit undOrt, welche den ersten Basler Ausgaben ähnlichsähen und Kennzeichen eines noch größern Al-ters trügen, so daß man wohl mit Grund ver-muthen dürfe, Bafel habe, wo nicht zuerst,doch vor 1474 schon eine Buchdruckerei besessen.Probst Göldlin fragt: Ob diese Vermu-
thung nicht auch eine Verstärkung dadurch er-halte, daß Basel an die Stadt Görlitzinder Lausitz geschrieben, daß Basel nundie erste Papiermühle in Deutschland durchzwei Werkmeister aus Galicien in Spanienangelegt habe. Als die ersten Buchdrucker inBasel werden genannt: Bert hold Rodt,Michael Wensler und Vernarb Ri-chel. Sehr alt ist der Druck Oaspnrini?erAÄM6l!si8 bchistolurmn über in klein Foliooder groß Quart. Diesem Werke finden sichfolgende nicht unbedeutsame Verse vorgedruckt:
Huos legis, uiiäs tidi 81 guasras körte libelliMttantur, jirs8808 äat öasilsa seias,
Haue kacit e^retziam Ubsui numguam moriturab'ama. 81 >mi 1 stucll! tzloria clara 8 uiDerra ksrax Decorum, tierere Lacciiogue reksrta.
bist tarnen boe aliguill, assoeiasse sibi-Vrtem pressoriam, guamguam NoAuntia ünxit,bi liino traxit baue La 81 lea kamen.
Auf der öffentlichen Bibliothek zu Baselsoll auch davon ein Eremplar vorhanden sein,in welchem von einer gleichzeitigen Hand dieJahrzahl 1473 beigeschrieben stehe. M. De-nis schreibt auch dem Michael Wenslerden Druck des Sachsenspiegels vom Jahr 1474zu und glaubt, daß der auch in Versen zumOusparini erwähnte Friedrich Viel, derGehülfe Wenslers, derselbe sei, der nachherdie Buchdruckerkunst nach Spanien verpflanzthabe.
Auf diese ersten Basler Bürger und Buch-drucker folgt nun ein Mann, welcher zwar erstum das Jahr 1480 zu drucken anfing, abernicht nur gewerblich, sondern auch wissenschaft-lich ungemein viel geleistet hat. JohannAm erb ach war ein Schüler und FreundLapidan 's, Magister der freien Künste, einGelehrter, in Wissenschaften geübt, besondersin Philologie und Kritik. Seine trefflichstenAusgaben fallen in die Zeit, da Lapidan nachBasel kam, um 1488. Da erschienen in seinerWerkstätte mehvere der vorzüglichsten Kirchen-vater , Ambrosius, Hieronymus, Au -gustinus, Bernardus, u. s. f., dieWerke Cassians und Cassiodors, die Schriftender berühmten: Männer seiner Zeit, AeneasSylvius, Petrarcha, Philelfi, Reuchlin, Tri-them, auch die NarAaretu poetica des gelehr-ten Domherrn Alberti cke bFb.
A merbach hat durch seinen schönenrömischen Druck und seinen erstaunungswür-^ digen Fleiß das Lob seines Sohnes Bonifaz,des berühmten Nechtsgelehrten allerdings ver-dient. In der Carthause zu Basel steht das-selbe auf der Grabschrift mit kindlicher Pietätausgedrückt.
Nach Amerbach gaben sich emsig und
geschickt mit der Buchdruckerkunst ab: Ni-ki a u s K e ß l e r, Bürgermeister, der die Werkedes Kanzlers Gerson auffegte, Michael Fur-ier, unter Leitung seines Freundes, des ge-lehrten Wolfgang Lachn er, JohannBergmann von Olpe, nach DenisSohn des Peter de Olpe, der einer derersten Buchdrucker zu Cöln gewesen. SowohlFurier als Olpe waren mit dem gelehrtenStraßburger, Sebasti an Brand, der noch1495 zu Basel die Rechte lehrte, befreundet,gaben seine Schriften heraus, der letztre dashumoristisch-satyrische Narrenschiff, eineschätzbare Charakteristik des Zeitalters. DieSchlußstelle der Ausgabe von 1495 lautet: —„Hie endet sich das Narren-schif, so zu Nutzheylsamer Ler, Ermanung und Ervolgung derWysheit, Vernunft und guter Sytten, auchzu Verachtung und Strof der Narheyt, Jr-sal und Dorheyt aller Stät und Geschlecht derMenschen mit besonderem Fliß, Müg und Ar-beit gesamlet ist durch Sebastianum Brant, inbeyden Rechten Doktoren. Gedruckt zu Baseluf die Vaßnacht, die man der Narren Kyrch-weih nennt, im. Jar nach Christi Gepurt tu-send vierhundert fünf und neunzig." Auch dievon Jakob Locher, Philomusus von Ehin-gen, dem gekrönten Poeten und Lehrer derschönen Wissenschaften zu Freiburg, übersetztestultikera imvis und Brants Earmina, derenSchluß eine prosaische Untersuchung cke antiei-;,atione üoroIoAÜ Uasillensium ausmacht. Auchdie von Reuchlin für die Uebung der Ju-gend aufgesetzten Lceuica UroMmimsmAtu gabOlpe heraus. Ferner: lllupolcki cke Ueben-bnrA (Herllmnormn veterimi princi^nm relus etkervor in Ellrisliunuin reliAionein et Del mi-nistros.
Jsenhut und Fromolt haben wenigin Basel gedruckt. Von Jakob vonPfor-zen ist merkwürdig ein Lreviurium LguituinOrckin. leuton. klein Octav, und Seba-sti a n B r a n d s Sannnlung von Fabeln A e -sops, Avianus, Remigiusu. a. Folio1501.
Den Hochpunkt erreichte die BuchdruckkunstBasels inIohannFroben aus Franken, vonHammelburg gebürtig, Amerbachs Zögling undLachner's Schwiegersohn, der sich als nrtis im-^r-essorine primarimn nsseclam llckelemgue o^e-rarinm zu unterzeichnen pflegte. Froben zeich-nete sich auch durch gelehrte Kenntnisse undlebhaftes Interesse an der Literatur aus. Fro-ben setzte nach Amerbach's Tod die ge-schätzten Ausgaben der Kirchenväter fort, gabim Jahr 1491 eine Bibel in Octavform mitschönen kleinen Typen heraus, spater veere-