Band 
1840, Juli-Dezember.
Entstehung
Seite
466
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schen Freistaaten meinen einzigen Band zusammenzudrängen. Der geniale Historiker, der inseinem größern sechszehnbändigen Werke über die ita-lienischen Freistaaten eine der bedeutendsten Leistungender modernen Geschichtschreibung gegeben, unternahmes in dieser gedrängten Kürze ein neues auszuarbei-ten , in dem er jedoch nicht einen Auszug aus jenergroßen Arbeit, sondern vielmehr eine ganz neu ge-schriebene Geschichte lieferte. So hat er diese Ge-schichte in zwei Zungen („in zwei Sprachen freierMänner") behandelt, und in dieser neuen Darstel-lung, von der wir durch Hrn. Bruckbräu eine gelun-gene Uebersetzung erhalten haben, besonders die Volks-entwickelungen der verschiedenen italienischen Staaten

in Bezug auf die Freiheit ihrer Institutionen hervor-treten lassen.

Im Verlagscomptoir in Grimma ist er-schienen: Feldblumen. Zwei Novellen vonIda Frick. Es ist dies, wie die Verfasserin sagt,ihr erster selbstständiger Versuch, obgleich sie früher,freilich mit Weglassung ihres Vornamens, um „ihrGeschlecht nicht zu verrathen, wegen der Vorurtheile,die man gegen das Weib als Schriftstellerin hat"für mehrere Journale gearbeitet. Nach reiflicher Ue-berlegung aber hat die Verfasserin vorliegendemWerke ihren Namen vorgedruckt, weil sie, wie sie inder Vorrede sagt, einsah, „daß die Leser, wie auch

die unerbittlichen Wundärzte der Literatur, die Re-censenten , mit ihrem Erzeugniß weiblicher Phantasienachsichtiger umgehen möchten, als mit einer ver-schleierten Amazone." Der erste vorliegende Bandenthält zwei Novellen „Joh anna Schorn" und„die Familie von Felsing", und bezeugender Verfasserin lebhafte Phantasie, und zuweilenrecht fließende Darstelluugsweise. Man soll aber 'über Knospen nicht urtheilen, sondern die Blütheerwarten, und so enthalten wir uns jedes wetternUrtheils über diese knospenden Feldblumen, wünschender Verfasserin aber etwas mehr Freiheit der Be-handlung und einen correctern, fließendem Styl.Druck und Ausstattung ist mittelmäßig.

Säcrrlar-Schriften -er Buch-rnckerkunst.

Im Verlage des Unterzeichneten sind erschienen und in allen Buchhandlun-gen zu haben:

Deutsches Lied

zur

vierten Säcular-Feier

LvVLissLirus rLSVLS

für

Sopran, Alt, Tenor und Baß

mit Chor

(oder für eine Singstimme mit Pianosorte.Begleitung),gedichtet von

». V*",

in Musik gesetzt von

C. A. N e i ß r g e r,

Königl. Sachs. Kapellmeister.

ikrels 4 Vr.

In diesem deutschen Liede sind die poetischen Talente eines jungen Typo-graphen niedergelegt, die, unterstützt von dem berühmten Compositeur, nächst eineransprechenden Ausstattung, ein harmonisches Ganzes bilden.

Kurze Geschichte

der Leipziger

Birch-ruckerkunst

im Verlaufe

ihres vierten Jahrhunderts.

Einladungstchritt

der Universität Leipzigzu der bei der

vierten Sacularfeier der Buchdruckerkunst

von ihr

veranstalteten Feierlichkeit

durch den dermaligen Decan der philosophischen Facultät

Pros. Friedr. Ehr. Aug. Hasse.

Aus dem Lateinischen übersetzt.

Nebst einigen xylographischen Beilagen,

gr. 8. brosch. Preis 8 Gr.

Dem größern Publicum wird in gegenwärtigem Schriftchen eine klare undbündige, aber möglichst vollständige Geschichte der Buchdruckereien und Buchhand-

lungen Leipzigs, vorzüglich in dem letzten Jahrhundert, nebst einer Schilderungder Leistungen der vornehmsten Anstalten dieser Art in der Gegenwart geboten.Niemand wird dasselbe unbefriedigt aus der Hand legen. Die beigegebenen Facsi-miles und die äußere Ausstattung gereichen demselben gewiß zur Zierde.

_B. G. Teubner.

Bei I. F. Hammerich in Alto na ist erschienen und in allen Buch-handlungen zu haben:

IM

Neunzehn Griebe über Iudenthum.

Als Voranfrage wegen Herausgabe von „Versuchen" desselbenVerfassers „über Iissroel und seine Pflichten"

von

DenUstel (S.R.Hirsch, Großh. Oldenburg. Land-Rabbiner),gr. 8- (7Z V.) 1836. broch. 16 Gr.

,2 ->in Versuche

Jissroels Michten in der Zerstreuung.

Zunächst

für Iissroels denkende Jünglinge und Jungfrauen

von dem

Verfasser der „Neunzehn Briefe" re.

(Erste und zweite Lieferung.)gr. 8. 20 Bog. — 1837. — broch. ü 16 Gr.

Diversion eines Christen im Freiheitskarnpfe-er Ju-en.

Von

Friedrich Clemens,gr. 8. 1 Bog. — 1835. — Geheftet 3 Gr.

Salomon, Dr. Gotthold, Briefe an Herrn Dr. und ProfessorHartmann zu Rostock, über die von demselben aufgeworfeneFrage: Darf eine völlige Gleichstellung in staatsbürgerlichenRechten sämmtlichen Juden schon jetzt bewilligt werden? gr. 8.(4 B.) broch. 8 Gr.

Dessen: A. Th. Hartmann's neueste Schrift: „Grundsätzedes ortho-doxen Judenthums" mit Beziehung auf die Frage: „Darf einevöllige Gleichstellung in staatsbürgerlichen Rechten sämmtlichenJuden schon jetzt bewilligt werden?" in ihrem wahren Lichte'dargestellt. Zweites und letztes Sendschreiben, gr. 8. broch.(5-z B.) 12 Gr.