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Unter dem Titel:
Deutschland
UNd
die Deutschen
von
Dr. Eduard Seurmann.
In 4 Bänden mit 4 Stahlstichen.
. 8. Mona, 1838.
ist in dem unterzeichneten Verlage erschienen:
eine umfassende Schilderung
deutscher Zustände,
eine Beschreibung des Landes sowohl, wie eine Darstellung des Cha-rakters, der Sitten, Meinungen, Strebkraft und Ten-denzen der Nation, eine Sichtung ihrer politischen, socialen, intel-lectuellen literarischen und industriellen Beziehungen, und zwar von demStandpunkte der G egenwart aus, und mit Berücksichtigung allerEinflüsse und zufälligen Einwirkungen.
Das Ganze erscheint in 16 Lieferungen, wovon bereits 4 erschie-nen sind.
Preis jeder Lieferung nur 9 Gr.
Der Inhalt der ersten 4 Lieferungen ist:
Erstes Capitel. Deutschland, das Herz Europas, Frankreich derKopf, Rußland der Leib. —> Andeutungen über das Verhältniß Rußlands zuEuropa und europäischer Civilisation. — Grenzen von Deutschland. — Natio-nalität und Patriotismus als Grenzen. — Nord und Süv, und der Nord- undSüddeutsche.
Zweites Capitel. Gewässer: Meere, Flüsse. — Deutschland hatkeine Seehäfen. — England und Rußland in Beziehung zu deutschen Flüssen. —Weshalb nennt man die Nordsee deutsches Meer und das baltische Meer Ost-see? — Die Donau und ihr Charakter. —> Die Trave. — Die Oder. — DerRhein, als deutscher Fluß pur «xosllonee, obwohl man nebenbei an seinenUfern italienisch, französisch und holländisch spricht, und sein Charakter, sowohlim Allgemeinen, als in seinen Abstufungen, als Ober-, Mittel- und Nieder-Rhein. — Unterscheidungs - Merkmale des Rheins und der Donau. — Rhein-reise. —- Der Main bezeichnet den Concentrationspnnkt eines gesegneten Mate-rialismus und erinnert an die alten Bischofslander, aus welchen er kömmt. —Frankfurt a. M. — Erst bei Bingen verlieren sich die Gewässer des Mains indie des Rheins. — Beschreibung der Rhein-Ufer von Mainz bis Cöln. —-Unterscheidungs - Merkmale der beiden Hälften des Mittel-Rheins von Mainzbis Coblenz und von Coblenz bis Cöln. — Charakteristisches Gepräge Cölns inkatholischer Hinsicht. — Die Elbe. — Der obcrsächsische Dialekt. — Die Elbebei Hamburg. — Die Blankeneser. — Charakteristisches Gepräge Hamburgs. —Die Weser. —- Die Weser bei Bremen. — Charakteristisches Gepräge Bre-mens. — Seen und Canäle. —
Drittes Capitel. Das politische Deutschland. — Rückblick auf dieVergangenheit. — Die Reformation in Beziehung zu dem politischen Leben derDeutschen. — Der Reichstag nach dem westfälischen Frieden bis zu den fran-zösischen Revolutionskriegcn.
Viertes Capitel. Die innere Einheit Deutschlands. — Bemer-kungen über den National - Charakter der Deutschen. —> Volk und Pöbel. —Die deutschen Gelehrten in ihrer Stellung zum Volke. — Haben wir eine aus-gebildete öffentliche Meinung? — Die Tugenden der Deutschen. — Tacitus undHofrath Thiersch. — Der Befreiungskrieg und das Nationalkleid. — Herr Genz.— Die deutsche Jugend. — Herr Clauren und die deutsche Nation. — Deut-sche National-Dichter im Verhältniß zur Nation. — Würde Deutschland seineCultur und die Reinheit und Einfachheit seiner Sitten durch Conrentration einge-büßt haben? — Einige Bemerkungen über die Ursachen unserer Fehler. —>
FünstesCapitel. Die Stände. —> Der Adel. — Historische Rück-blicke auf dieses Institut. — Hoher und niederer Adel. Die Reichsunmittelbar-
keit des niedern Adels. Die Ebenbürtigkeit. — Der niedere Adel seit der Re-formation. Junkerthum. — Des Verfassers Ansicht über Majorate und derenFolgen für den Staat und die bürgerliche Gesellschaft. — Wird der Adel eineZukunft haben?
Sechstes Capitel. Die Stände (Fortsetzung. —) Die einzelnendem Adel gegenüber. —- Auch dieses Institut wird praktisch dadurch gehalten, daßdie öffentliche Meinung ohne Organ ist. — Seitenblicke auf Frankreich. —Einfluß der österreichischen Aristokratie auf die deutschen Zustände. — Sie ist derAnhaltspunkt des Instituts in allen deutschen Staaten. — Nutzen der österreichi-schen Aristokratie der Geld-Aristokratie gegenüber. —> Aristokratische Tendenzenin der Diplomatie, die gesetzlich und factisch bestehenden Stände in den deutschenBundesstaaten.
Siebentes Capitel. Deutsches Universitätswesen. — Stellung derUniversitäten zum Volke. — Nützt die Corporation zur Zeit noch den Universi-täten? Verschiedene Meinungen in dieser Hinsicht. — Historische Rückblicke. —Die Wissenschaft muß in sich selbst die Garantie ihrer Freiheit finden. Die Cor-poration schützt diese Freiheit nicht. Beispiele dafür. — Ueber den Antrag inder Badischen Ständeversammlung, die Jmmatriculation aufzuheben. Meinungdes Verfassers, daß die Emancipation der Universitäten von der Corporationallerdings ein größeres Gleichgewicht zwischen Leben und Wissenschaft und selbsteine größere Selbstständigkeit und Unabhängigkeit der Wissenschaft herbeiführenwerde. — Die verkehrte Einrichtung der Universitäten zu gelehrten Schulen.Nachtheile und komische Folgen dieser Einrichtung. — Ueber den Gemeinsinndeutscher Prefessoren, und wie derselbe zu wecken und zu befestigen ist. Ueber-sicht der Nachtheile der Corporation.
Achtes Capitel. Universitätswesen (Fortsetzung), Burschenfreiheit. —Der „Comment." — Die „Landsmannschaften" mit ihrem mittelalterlichen Bar-barismus , wieder eine Folge der Corvoration. — Das gewöhnliche Leben einesdeutschen Studenten. — Weshalb ergiebt man sich demselben? — Wie könntedem Barbarismus abgeholfen werden? —> Die Wissenschaft steht auf den deut-schen Universitäten zu isolirt und greift nicht in das Leben der Studirendcn ein.
— Ein tragisches Ereigniß, wie deren viele auf den deutschen Universitäten vor-kommen. — Sind kleine, oder große Universitätsstädte vorzuziehen?
Neuntes Capitel. Schulen und Schulwesen. — Humanismus undRealismus. — Unabhängigkeit der Lehrer. — Servilismus der Schulmeister. —>
, Schulzucht. — Wir leiden an der Schule. — Die heutigen Lehrer fußen zumgroßen Theil mehr in der Vergangenheit, als in der Gegenwart. — JohannJacob Häuberle und seine Schuldisciplin. — Wie läßt sich der Andrang zu denStudien in Deutschland vermeiden? — vocmncko ckiscimus. — Bibliotheken.
— Deutsche Kunst und Kunstsinn der Gegenwart. —
Zehntes Capitel. Die deutsche Bühne. — Entwickelung derselbenbis zu Lessing. — Gottsched. — Lessing und die in seine Fußtapfen tretendenDichter. — Goethe, Schiller, und die Nationalbühne. — Kotzebue. — Rau-pach. — Bauernfeld. — Töpfer. — Gegenwart und Zukunft der deutschenBühne. —
Die Reichhaltigkeit des Inhalts liegt hier vor. Was den HerrnVerfasser betrifft, so hat die Kritik bereits seine feine Beobachtung,seine geistreiche Auffassung und seine freimüth ige Darstel-lung in Betreff früherer Schriften anerkannt.
I. F. Hammerich.
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