Lehren. ss
man giebst sie noch mit Recht zum Beyspielvon seltenen Männern.
Man bildet sich fälschlich ein, daß nurdie, die grosse Aemter bekleiden, sich unter-stehen dörfen, nützlich zu seyn. Ein jederkan es in seiner Art thun. Wichtige Dien-ste sind nicht gemein, und hangen nichteinmahl von dem Verlangen ab, dieselbenzu leisten.
Wir haben alle eine Sphere zu erfüllen,die grösser oder kleiner ist.
Wir finden in allen Mechanischen Kün-sten geschickte Arbeiter, die unserer Aufmerk-samkeit würdig sind, die wir hoch schätzenund lieben, die andern rathen und helfen:Ein Armer selbst kan einem andern nützlichseyn.
Alles wäre verwirret, wenn der Rent-meister seinem Vaterlands mit Anführungder Armeen dienen wollte, und ein Kriegs-mann mit Vergällung der Einkünfte.
Wir treten selten aus den Schranken un-sers Standes, aus Eifer vor das Vaterland.Ein jeder Stand hat die seinen, in die esglücklicher ist fich einzuschränken: der Geistdes Menschen ist nicht allem gewachsen.
Es ist wahrscheinlich, daß man heut znTage nicht mehr von DescarteS reden wür-de , wenn er anstatt ein Philosoph oder Geo-meter zu bleiben, einen Staatmann hätte
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