62 Freundschaftliche
F geben wollen. Die größten Männer inal en Arten sind die, die sich nur einer Kunstergeben: man kan fast versichert seyn, daßman in einem Stande vollkommen werde,wenn man sich demselben ganz und alleinewidmet.
Um andern recht nützlich zu seyn, mußman besser als sie wissen, was man thut.Wem könnte man nicht sagen, wüt du einguter Bürger semi? so begnüge dich, diePflichten deines Standes zu erfüllen: deineMir-Bürger werden an dem Vortheile, derdadurch erhalten wird, Theil nehmen.
Man hat schon lange den Staat demMenschlichen Leibe verglichen. Die Ge-sundheit und die Krankheit unsers Cörpershangen von der Art ab, nach der die Thei-le desselben ihre Absichten erfüllen: die Füßedienen uns nicht, wenn sie die Arbeit desMagens verrichten wollen.
Die Welt wäre Bewunderunas-werth,wenn ein jeder darinn nur den Rollen spie-len würde, der ihm eigen ist. Man mußdem Mißbrauche unter dem Vormunde, ersey allgemein, nicht folgen. Es widerfährtauf der Schaubühne dieser Welt, was auf ^der gemeinen Schaubühne geschieht: Manverlachet die Personen, die Rollen spielen,vor die sie nicht gemacht sind.
Der