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Freundschaftliche Lehren / aus dem Französischen übersetzt
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62 Freundschaftliche

nige und ihre Ministers können einer gan-zen Gesellschaft Gutes erweisen.

Ich schmeichle mir/ es seyen in der er-schrecklichen Zahl derer, die gezwungen sind,sich selbst zum Vorwurf alles ihres Thunsund aller ihrer Gedanken zu nehmen, undderen Stand ihnen alle Gemeinschaft mitandern zu untersagen scheinet, wenige, diees nicht bisweilen verdrießt so unnütze zuseyn,, und die sich nicht den Müßiggangvorrücken, in dem sie ihr Leben zubringen.Die Satze, mit denen man ihr Gehirn an-füllet, und ihre Muße unterhält, könnennicht stärker seyn, als die Empfindungender Natur, welche man betäuben, abernicht dämpfen kan.

Wie viel Talente bleiben vergraben, wieviel Künste verlassen, wie viel Länder un-angebauet, die ihrer Hülfe vonnöthen hät-ten, und die ihnen mit starker Stimme zu-rufen, ohne daß sie es hören! kruZes con-lumere »ari.

Die Freuden.

LHMn erkläret die Freude nicht, man em-"" pfindet fie. Ihre Herrschaft ist un-eingeschränkt: sich derselben gänzlich entzie-hen wollen, ist ein eiteles Unternehmen:als Sclave sich derselben zu unterwerfen,

ist