Lehren. ?z
Vortheilen, die er uns verschaffet, mit demAnsehen, das er unsgiebet: man nähretsich mit dem Manche, der ihn begleitet;man gewöhnet sich vorher an die Manier,mit der man Leuten gleichen Stands, überdie man sich erhoben siehet, begegnen will.Ist man dahin gelanget, so trägt man sei-nen Kopf anders, man ändert den Gangund selbst die Stimme. Mit was vorFreude empfängt man die Verehrung seinerMitbuhler, so gezwungen sie auch ist? Wasverspricht man sich nicht von der Gefällig-keit und niederträchtigen Schmeicheley de-per, die nur die Ehren-Stellen kennen, undniemahls auf die Achtung gegeben, die siebekleiden, die die Hoheit ohnfehlbar ver-blendet, und die den Esel selbst, der heili-ge Gebeine trägt, anbeten?
Wenn es selten ist, daß man zu denWürden die Eigenschaften bringet, die sieerfordern, so ist es noch seltener, daß manvon der Pracht, die sie umgiebet, nichttrunken werde.
Es ist so angenehm zu befehlen, und dasLeben und das Glück anderer in seiner Ge-walt zu Haben; daß man die Wichtigkeitseines Amts leicht vergißt, und sich nur mitder Freude, dasselbe zu haben, beschäm-