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er herrschet schon so lange, und ist so offen-bar, daß die Exempel, davon wir Zeugensind, uns nicht mehr übernehmen: einMann, der in einer erhabenen Stelle lan-ge glücklich ist, wird zum Minder.
Die Liebe zum gemeinen Besten ist dereinzige rechtmäßige Reitz, den die Ehren-Stellen vor uns haben sollen; und dermachen kan, daß wir derselben nicht über-drüssig werden. Alle andere Beweg-Grün-de bethören uns eine Zeitlang, und stra-fen endlich die, die sich durch dieselben ha-ben verführen lassen.
Der Krieg, dieses förchterliche Hand-werk , in welchem die Menschen sich selbstaufs Spiel setzen, ist unter allen Ständender, da der Verdienst auf die gerechtesteWeile zu den Würden erhebet. Eine Hel-den-That, die man überlebt, ist vor sich al-lein ein genügsamer Titel, der keiner an-dern Hülfe vonnsthen hat, um uns be-kannt zu machen; Niemand darf ihm wi-dersprechen : es scheinet sogar, als wenn esdem Fürsten an Vermögen fehle, nach sei-nem Willen allen denen zu begegnen, dieBelohnungen von dieser Art verdienet ha-ben. Der Stand, der am wenigsten Ge-fahr lauft, soll dem fteuren, der derselben ammeisten ausgesetzt ist; es ist nicht genug,Wünsche vor die zu thun, die ihr Leben
vor