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einzige, das die Gedanken darbey thunsollen.
Der Reichthum ist so nothwendig wor-den; er hat ein so furchtbares Ansehen ge-wonnen ; man erlanget durch denselben soleicht alles, was man verlanget; daß wiruns nicht verwundern sollen, wenn die mei-sten Menschen, die mehr gewohnt sind ih-rer Nvthdurft zu fteuren, als dem Ursprungderselben nachzudenken, denselben anbeten,nichts höher schätzen, sich nicht bemühen dieMittel zu untersuchen, die dazu führen,und mit dem Mann aus dem Horaz sa-gen:
. . . . . Item fscias, rem,
81 xollls, reüe, ü non, guocunHuemoclo rem.
So kan der wahre Weise nicht denken:er schliesset aus der Zahl der Glücklichendiejenigen aus, die durch ihren Reichthumallein glücklich sind; Er fallet dem Irr-thum des Pöbels, der sie würklich glücklichglaubt, nicht bey; er widersetzt sich demsel-ben öffentlich, und wenn man ihm schonnicht Gehör giebt, so behauptet er, daßRuhm und wahres Glück nur denen zu-komme, die die Schätze mit gleichgültigenAugen ansehen, und dieselbigen brauchen,yhne sie zu mißbrauchen»
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