Lehren.
die besten Mittel unsers Glücks so zu ver-kehren.
Der Weise wünschet sich weder Reich-thum, noch Armuth. Dieser glücklicheMittel-Stand ist stlten, und lvir wählenihn nicht; Niemand beraubet sich dessen,das er hat, ^um ihn zu erlangen: man be-mühet sich nicht in demselben zu bleiben:die, die ihn erreichet, sind mit ihm zufrie-den, nur weil sie nicht Wetters kommenkönnen.
D»e Welt ist unter die Reichen und Ar-men getheilt. Der so berühmte und ver-nünftige Mittel-Stand macht nicht eine be-sondere Classe aus; er ist nicht von demGeschmacke der Menschen: sie bewunderndas Gemählde und die Beschreibungen, diemarr davon machet; sie glauben auch, siewären in demselben glücklich ; aber sie thunilw Bestes, um sich nicht darein zu sitzen.Wirverliehren unsere Zeit, den Menschendiesen Mittel-Stand zu predigen: ich glau-be, sie seyen noch fähiger, so selten es auchist, ihren Reichthum wohl zu gebrauchen,als nicht mehr zu verlangen, als ihnennothwendig ist. Sie haben Begierden,deren Vorwürfe sie beständig verwirren:sie sehen den Reichthum als den allgemei-nen Vorwurfderselben an, weil er alle sät-tigen und still n kam.