Lehren. SI
brächten. Man wird mich niemahl bere-den können, daß man dieses Glück verwer-fen würde, wenn man es kennte: aberman weiß nicht, daß ein solches würklichist.
Nach der Ungerechtigkeit, durch die manden Reichthum erwirbet, ist der Geitz un-ter allen Lastern, die erzeuget, das häß-lichste. Er ist eine barbarische Paßion,die ohne sich mit Gift und Dolchen zuwaffnen, die Menschen umbringt, indemsie dieselben aus Mangel genügsamer Hül-fe verderben läßt. Er wird durch das Lä-, cherliche, das man damit verbunden, nichtj gestraft, wie er es verdiente. Es wäre einnützlicher Gebrauch, die ihres Reichthums! zu berauben, die denselben vergraben; dieohne auf den Nutzen der Gesellschaft Achtzu haben, glauben ihrer Schätze zu gemes-sen, indem sie dieselben nicht brauchen,und die befürchten, sie möchten etwas da-von verkehren, wenn nur andere derselbenansichtig würden. DasvorgegebeneGlück,
! das sie gemessen, ist nicht rechtmäßig; weilsie nur durch anderer Unglück glücklichsind.
Die Häußlichkeit, deren sich die Geitzi-gen rühmen,ist eine Tugend, die mit ihnen^ keine Gemeinschaft hat: sie ist so schätzbar,
, als der Geitz verdammlich ist. Ohne sie
würde