Franz Xaver.
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der Spendung der heil. Kommunion eine volle Viertelstunde in seinemBett, indem er Gott für die vielen Bezeugungen seiner Barmherzig-keit an ihm Dank darbrachte, und in einer ernsten Weise, welche dieHerzen aller Anwesenden rührte, über seine Sünden die tiefste Zer-knirschung ausdrückte.
Am 21. September, dem Tage des heil. Matthäus, gegen zweiStunden nach Mitternacht, fühlte der Kaiser, der lange sprachlosgeblieben, daß seine Stunde gekommen war und rief aus: „Nun istes Zeit!" Die geweihte Kerze wurde ihm angezündet in seine rechteHand gegeben, wie er an der Schulter seines treuen Dieners Onixadalehnte. Mit seiner linken Hand suchte er ein silbernes Crucifix zuumklammern. Dasselbe hatte schon die Kaiserin, seine Gemahlin, inihrer Sterbestunde getröstet, und Karl hatte es dem Qnixada anbe-fohlen, es für ihn bei der gleichen Gelegenheit in Bereitschaft zuhalten. Es hatte eine Zeitlang an seiner Brust gelegen, und alses jetzt vor seinem brechenden Auge von Bartolome de Carranza,dem Erzbischofe von Toledo, in die Höhe gehoben wurde, heftete Karlseinen Blick lange und ernstlich auf das geweihte Symbol; für ihnsowohl das Andenken der irdischen, wie der himmlischen Liebe. DerErzbischof betete den Psalm: „1)6 prokuuäw eluumvi all t6 cioiuiue,aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu Dir!" als der Sterbende eineschwache Anstrengung machte, das Crucifix zu umarmen, und ineinem so hörbaren Tone, daß man ihn im anstoßenden Zimmer-hören konnte, ausrief: „Ach Jesus!" worauf er auf das Kissenzurücksank und ohne Kampf verschied. Er hatte immer zu dem Heilandgebetet um die Gnade, daß er im Besitze seiner Vcrstandcskräftesterben könne. Sein Gebet fand Erhörnng.
Nachdem die Leiche des Kaisers einbalsamirt und in einen bleiernenSarg gelegt worden, stand sie drei Tage lang in der Kapelle aus,während welcher Zeit über sie von den besten Predigern des Klostersdrei Reden gehalten wurden. Dann wurde sie mit gebührenderFeierlichkeit unter Gebeten und Thränen von den Mönchen undDienern Karl's und in Gegenwart einer zahlreichen Versammlungvon Personen aus dem umliegenden Land in die Erde beigesetzt. —Philipp II. ließ sie später in's Escorial übertragen.
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Fmy Mr.
Geboren im Jahr 1506 im Schlosse Lavier am Fuße der Pyrenäennächst Pampeluna, aus hochadligcm Stamme, war Franz Xaver von