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I. Zeitalter der Kirchentreimung.
Xaver hatte gehört, an der mittäglichen Küste Indiens, der so-genannten Fischerküste, habe ein armer Fischerstamm, Paraver ge-nannt, einst die Taufe empfangen, nunmehr aber sei er in das Hei-denthum zurückgesunken. Das war genug für ihn, um dort zunächstseine Missionsthätigkcit zu eröffnen. Alles vom Vizckönig dargeboteneGeld ablehnend und nur ein Paar neue Schuhe annehmend, schiffteer sich im Oktober 1542 dahin ein, und bis gegen Ende des Jahres1543 hatten so viele Paraver die Taufe empfangen, daß bei Spcndungderselben vor Menge der Täuflinge ihm oft Arm und Zunge ausMüdigkeit versagten. Damals schrieb Xaver an Jgnaz, er kenneeinen Arbeiter im Weinberge Gottes, der mit einem Uebermaaßhimmlischer Wonnen überfluthet werde, daß er öfter aufseufze: Haltein, lieber Herr, halt ein! Dieser Mann war Niemand anderer, alsXaver selbst. Als Xaver seine geliebten Paraver im Christenthnmezureichend befestigt hatte, stellte er sie unter die Leitung einigerMissionäre, brachte einige junge Leute dieses Stammes in das fürdie Christianisirung Indiens errichtete Seminar zu Goa, welchem erden Pater Paul von Camerino vorsetzte, und ging zu Fuß nach dernordwestlich von der Fischerküstc gelegenen Küste Travancor, auchhier die Fahne Christi zu entfalten. Und schon im ersten Monateseiner Predigt daselbst taufte er 10,000 Götzendiener, und mußtengleich anfangs 45 Kirchen erbaut werden, da aber keine die Mengeder Zuhörer fassen konnte, predigte er im Freien von Bäumen herab.Doch blieben auch hier, wie bei den Paravern, die Brahmanen un-belehrbar, ebensowenig nahm der stolze und üppige König von Tra-vancor das Christenthum an. Indeß setzte dieser doch der Ausbreitungdes Evangeliums kein Hinderniß entgegen, und als später Xaver deneingefallenen räuberischen und christenfeindlichen Stamm der Badagernur von einem kleinen Christcnhäuflein umgeben, mit einem Kreuzein der Hand und mit den Worten: „Im Namen des lebendigenGottes gebiete ich euch Halt zu machen, und in eure Heimath zurück-zukehren," in die Flucht getrieben hatte, da ließ jetzt der König imganzen Lande verkünden, alle seine Unterthanen konnten unbehindertChristen werden und die christliche Religion ausüben, und gab demHeiligen große Summen Geldes, welche dieser den Armen zuwendete.In diese Zeit scheint es, fällt die erste auffallende Mittheilung derSprachengabe an Xaver.
Bereits erfüllte des „heiligen" und „großen Vaters" Name ganzIndien. Abgeordnete von vielen Seiten erschienen, ihn zur Ver-kündigung des Evangeliums einzuladen. Im tiefsten Schmerz über