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I. Zeitalter der Kirchentrennung.
die Kraft und die Macht sind dein! Beschütze das Volk Mohammed's!"In weniger als fünf Stunden waren 20,000 Christen, tapfer kämpfend,auf dem Schlachtfelde von Mohacz gefallen. Der Rest ergriff dieFlucht und kam mit dem König in grundlosen Morästen um. ZwölfTage später zog Sulciman ohne Schwertstreich in die Stadt Budaoder Ofen, die Hauptstadt Ungarns, ein, und feierte den Beiram(türkische Ostern) im Palast Ludwig's II., dessen Schätze er plünderte.100,000 Christen wurden als Sklaven nach Constantinopcl geschleppt,in den Bazars dieser Stadt verkauft, und in alle Provinzen derasiatischen Türkei zerstreut. Dieser Feldzug Suleiman's in Ungarnwar ein großer Raubzug. Die Türkei: achteten die Lebenden nichtmehr wie die Todten. Nach den: Beispiel des wilden Timur schnittensie den Leichen der gefallenen Feinde auf dem Schlachtfclde vonMohacz den Kopf ab und erbauten daraus Pyramiden vor dem ZeltSuleiman's, der diese gräßliche Barbarei nicht verhinderte. Der vonallen Sultanen von Stambul am meisten Bewunderte war nicht deram wenigsten Grausame. Aber dieser Fürst hatte zuweilen Ahnungenvon: Schönen und Großen; seine Seele war nicht immer dem Er-barmen verschlossen und sein Geist begeisterte sich für die Meister-werke der Kunst; er bewunderte die Erzstatuen des Apollo, des Her-kules und der Diana, welche das königliche Schloß in Ofen zierten.Mit offener Verletzung einer Vorschrift des Korans, welche die Nach-bildung jedes von Gott erschaffenen Wesens untersagt, ließ Suleimandie Statuen nach Stambul schaffen. Sulciman wollte die Herrschaftüber das eroberte Ungarn nicht unmittelbar in der Hand behalten;er begnügte sich, einen zinspflichtigen Staat daraus zu machen. Zudiesem Zwecke ernannte er einen unermeßlich reichen ungarischenMagnaten, Johann Zapolya, zum Statthalter von Ungarn, mitdem illusorischen Titel eines Königs; aber Erzherzog Ferdinand ver-theidigte mit den Waffen in der Hand seine Anrechte auf die ungarischeKrone, und besiegte Zapolya auf der Ebene von Tokai. An: Z. Sep-tember 1529 verließ Suleiman Constantinopcl an der Spitze von200,000 Mann, um Ferdinand zu bekriegen, und Zapolya, der dieNationalchre seinem Ehrgeiz opferte und sich nicht schämte, der Lehcns-mann des Feindes Ungarns und der Christenheit zu werden, wiederauf den Thron zu setzen. Der Sultan schleppte ihn in seinem Ge-folge auf seinem Marsche nach Adrianopcl, nach der HauptstadtOesterreichs mit sich. Am 27. September schlug er sein Lager vorden Mauern Wiens auf. Ferdinand befand sich für den Augenblicknicht in der Stadt, sondern in Oberöstcrreich. Die ganze Besatzung