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I. Zeitalter der Kirchentrennung.
war am meisten über das Geschehene aufgebracht, da sie jetzt ihrFriedenswerk in Trümmer zerfallen sah und die Hoffnung verlor,ohne großes Blutvergießen die Niederlande dem Könige zu erhalten.Sie schrieb unmittelbar nach Spanien, nm der Statthalterschaft ent-hoben zu werden, und drang so entschieden darauf, daß Philipp II.endlich in ihre Abreise willigte. Die gute Fürstin, deren friedliebendeSanftmut!) mail jetzt erst nach ihrem wahren Werthe zu schätzenanfing, verließ das Land im Februar 1568 und begab sich nachItalien zu ihrem Gemahl, dem Herzog von Parma. Alba, jetzt alleinObcrfeldherr und Statthalter der Niederlande, setzte sein begonnenesWerk mit Eifer fort. Um die Städte im Zaum zu halten, ließ ersehr starke und beinahe unüberwindliche Citadellen bauen zu Ant-werpen, Valenciennes, Vließingen und Groningen. Vor der Abreiseder Statthaltern! hatte er einen Rath gebildet, um die Angeklagtenzu richten. Dieser Gerichtshof war aus niederländischen Ncchts-gelehrteu und einigen Spaniern zusammengesetzt. Er nannte ihn denRath der Unruhen; aber das Volk, welches sah, wie unerbittlichman die Todesstrafe auszusprechen begann, nannte ihn den Blut-rath, eine Benennung, die ihm blieb. Und in der That, vermittelstder Urtheile dieses Rathes enthauptete man zu Brüssel an einemTage neunzehn Edelleute.
Auch die Grafen Egmont und Hoorn wurden als des Hoch-verrathes beschuldigt vor das Gericht gezogen. Die Richter beriethenlange über das Urtheil, das man rechtmäßig über sie fällen könne.Einige führten an, wie Egmont sich stets als Freund von des KönigsFeinden gezeigt habe, wie er und der Graf von Hoorn mit Zeilenvon Dendermvnde gewagt habe, sich zu berathen, ob man den Könignicht durch Waffengewalt hindern solle, nach den Niederlanden zukommen, und wie er endlich der erste Anstifter des Bündnisses gegenden Cardinal von Granvella gewesen sei, aus dem alle anderen Un-ruhen entsprungen wären. Ferner brachte man vor, daß das Be-tragen beider Edelleute immer zweideutig und verrätherisch gewesensei, und sie den Eid der Treue gebrochen hätten, um sich mit denFeinden des Königs und der Religion zu verbünden. — Andere er-innerten dagegen an die unschätzbaren Dienste, welche Egmont demKönige und dem Vaterlande bewiesen; an seine Tapferkeit in denSchlachten von St. Quintin und Grevelingen, durch die er damalsvielleicht die Niederlande dem Könige erhalten habe; an seine späterenBemühungen für die Bestrafung der Bilderstürmer und die Ausübungdes katholischen Glaubens, und endlich an seinen redlichen guten