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I. Zeitalter der Kirchmtrenmmg.
Ein anderer Vorfall verschlimmerte Alba's Verhältnisse noch mehr.Der König hatte ihm 400,000 Goldgulden mit genuesischen Schiffengesandt, welche von französischen Corsaren verfolgt, sich in den Hafenvon Plymouth flüchteten. Die Königin Elisabeth von England hatteBeschlag auf das Geld gelegt, und Alba zur Vergeltung dasselbehinsichtlich aller englischen Schiffe in niederländischen Hafen gethan.Daraus erfolgte Feindseligkeit zwischen England und Spanien. Elisabethgestattete einigen holländischen Freibeutern, welche auf spanische Fahr-zeuge Jagd machten, freie Einfahrt und Zuflucht an der englischenKüste. Die Zahl dieser Geusen-Naubschiffe vermehrte sich rasch;einige derselben standen unter dem Befehl ausgewanderter Edelleute,unter denen sich Wilhelm Vandermarke, Freiherr von Lnmcy, durchseine llnerschrockenheit und Grausamkeit auszeichnete. Bald kannteman diese Freibeuter unter dem Namen der W asscrg eu scn, zurUnterscheidung von den Stadtgeusen und von den wilden Geusen,welche Letztern sich in den Wäldern aufhielten. Die Wassergeusenwurden von Jedermann gefürchtet; sie waren unternehmend und kühn,und hinderten allen Handel an der niederländischen Küste; sie sindder Anfang der späteren Seemacht der vereinigten Provinzen vonHolland gewesen.
Wilhelm von Oranicn und Ludwig von Nassau, sein Bruder,befanden sich mittlerweile in Frankreich, wo sie im Heere der Huge-notten gegen den König stritten. Nach dem Frieden von 1570 ent-warf Coligny mit Wilhelm von Oranien einen Plan, welcher,gut ausgeführt, die spanische Macht in den Niederlanden vernichtenmußte. Coligny sollte nämlich mit seinem hugenottischen Heere dieGränzstädtc des französischen Belgiens angreifen, während Wilhelmzu derselben Zeit mit den Geusen und deutschen Hülfstruppen durchLimburg in Brabant einrückte. Der König von Frankreich unter-stützte diesen Plan.
Sobald Alba Kenntniß davon erhielt, schickte er sich an, Wider-stand zu leisten, aber es fehlte ihm an den nöthigen Geldmitteln zueiner zweckmäßigen Ausrüstung des Heeres und dem Beginn einesFcldzngcs, der allem Anscheine nach von langer Dauer sein würde.Er bemühte sich jetzt von Neuem, die Zustimmung der Stände hin-sichtlich des zehnten und des zwanzigsten Pfennings zu erhalten, aberweder durch Bitten noch durch Drohungen gelang es ihm. Da be-schloß er eigenmächtig und ohne Zustimmung der Stände, nnt derErhebung des zwanzigsten und zehnten Pfennings den Anfang zumachen. Sein Befehl erregte allgemein Bestürzung und Unwillen.