Vincenz von Paula.
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Castel di Fermo geschaffen, das -Wirken des Bösen sah. Den Thaten-reichthum seines Lebens faßt ein neuerer Kirchengeschichtschreiber infolgenden Worten zusammen: „Er vernichtete die Banditen, stelltedurch unerbittliche barbarische Strenge einen festen Rcchtszustand her,unterstützte die Armen auf vernünftige Weise, weckte die Betriebsam-keit, gab der vatikanischcnBibliothek ihre Größe, errichtete die vatikanischeDruckerei zur Herausgabe der gesammten kirchlichen Ueberlieferungvon der heiligen Schrift an, zog die Riesenwerke des Alterthums ausihren Trümmern, so weit sie dienen mochten, den Sieg des Kreuzeszu verherrlichen, und obwohl er nicht unwürdige Bauwerke neben siestellte, auch seine Verwandten bereicherte, hinterließ er zum Gebraucheseiner Nachfolger in genau bestimmten Fällen einen großen Schatzin der Engelsburg."
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VlWly ÜM MÄil.
Am Fuße der Pyrenäen, im Dorf Pony, in der Hütte euresarmen Landmannes, ward im Jahre 1576 das Kind geboren, welchesaus einem Hirtenknaben ein Schutzengel der Menschheit ward. Ernst,fromm und still, wohlthätig, so weit seine kleinen Mittel es erlaubten,war er irr früher Kindheit schon; dabei so eifrig im Lernen, daß derVater beschloß, ihm eine geistliche Erziehung geben zrr lassen, und ihnmit zwölf Jahren zu den Franziskanern brachte, von wo er zwanzigJahre alt, auf die Universität nach Toulouse ging. Mit rastlosemFleiß studircnd, erwarb er sich seinen Lebensunterhalt, indem er jungenEdelleuten Unterricht ertheilte. Als er nach seiner Priesterweihe dieerste heilige Messe opferte, ergriff ihn eine so ehrfurchtsvolle Scheuvor der Erhabenheit dieses Geheimnisses, daß ein Zittern durch alleseine Glieder lief, und die hohen Verrichtungen des Pricsterthumestraten ihm in ihrer vollen Heiligkeit so groß entgegen, daß er späteroft sagte: wäre er nicht in der Jugend Priester geworden, als erseine Unwürdigkcit noch nicht so gekannt — im Alter würde er sichnimmermehr dazu entschlossen haben. Im Jahre 1605 ward er zueiner Reise nach Marseille veranlaßt, um eine kleine Geldsumme zuheben, die ihm von einem Wohlthäter vermacht worden war. ZurHeimkehr wählte er den kürzern Weg über's Meer. Da wurde aberseine Barke von tunesischen Seeräubern gekapert, und er mit seinenLeidensgefährten gefangen nach Tunis auf dewSklavcnmarkt geführt.Aus der Schule der Wissenschaft kam er in die Schule des Kreuzes.
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