Cromwell, der Protektor.
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keit, einen Theil dahin zu geben, um das Ganze zu erhalten, undseine Ueberzeugung: „ein von Gott mit Heil gesegnetes Volk, derBund der Wiedergebornen, der Gerichte des Herrn, die Hecrdc Christi,werde ihre Wohlfahrt ihren Leidenschaften, und ihre wahrhafte Sicher-heit den bloßen Formen vorziehen." Solche Sophistereien fandenleichten Eingang bei Leuten, die ihm ihr Urtheil gefangen gegebenhatten, und das Unrecht, was Andern widerfuhr, nicht hoch auf-nahmen, so lange es als nothwendig zu ihrem eignen Wohle vor-gestellt wurde.
Einige Schriftsteller haben die Ansicht verfochten, Cromwell seiin Sachen der Religion nicht weniger, als in der Politik ein Heuchlergewesen, und so oft er sich herabgelassen, den Heiligen zu spielen,habe er nur aus eigennützigen Absichten einen Charakter angenommen,den er sonst verachtet hätte.
Aber dieser Annahme widerspricht sein ganzes Leben. Lange zuvor,ehe seine Aufmerksamkeit sich auf den Streit zwischen dem König unddem Parlament richtete, hatte religiöse Schwärmerei einen tiefen Ein-druck auf sein Gemüth gemacht, sie offenbarte sich unausgesetzt währendseiner laugen Laufbahn im Senat und im Felde; sie trat auf's un-verkennbarste in den Reden und Gebeten hervor, die er am letztenAbend seines Lebens hielt. Doch muß erwähnt werden, daß er seineReligion mit seinem Ehrgeiz in Einklang zu bringen verstand. Erglaubte, die Sache, wofür er sich erklärt hatte, sei die Sache Gottes,aber er glaubte ebenso fest, Gott habe ihn zum glücklichen Verfechterdieser Sache erkoren. So war in seiner Idee Gottes Ehre vonseinem eigenen Wachsthum nicht zu unterscheiden, und die Schleich-wege seiner Politik wurden in seinen Augen durch den letzten Zweck,wozu sie führen sollten, geadelt; denn ihm war es ja nur um Ver-breitung der Gottseligkeit, um die Begründung des Reiches Christiunter den Menschen zu thun.