Polens erste Theilung.
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ragte aus beiden Thüren hervor. Der Kutscher fuhr über Stockund Stein und die Leute in den Dörfern und Wirthshäusern schrieenSchimpfreden nach. Ueberall ward die Nachricht mit Freude aufge-nommen; Jedermann richtete seine Hoffnung auf den Dauphin, einenernsten bescheidenen Jüngling von zwanzig Jahren, der bei demallgemeinen Hasse gegen seinen Vorgänger mit dem Beinamen derErsehnte (Ig äemrö) begrüßt wurde. Der Staatshaushalt in völligerZerrüttung, das Volk durch unerschwingliche Auflagen erdrückt,Ackerbau, Gewerbe und Handel gelähmt, Irreligiosität und Sitten-losigkeit durch alle Stände verbreitet, die Achtung vor dem Throneverschwunden, die Gesetze von den Inhabern der Gewalt verläugnet,die Grundlagen der sittlichen, bürgerlichen und kirchlichen Ordnungenvon angeblichen Weltweisen bestricken oder verhöhnt — dieß war dieHinterlassenschaft Ludwig's XV.
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Mim mtk Theilung.
Von den mittelalterlichen Staaten hatten zwei ihre ganze Eigen-thümlichkeit bis in die neuere Zeit beibehalten, das magyarische Un-garn und das slavische Polen (mit Lithauen), das mit seiner ganzenpolitischen Versumpfung in das 18. Jahrhundert hinüber trat.Polen hatte eigentlich, ungeachtet es einen König, Kronbeamten,Senat und Landbotenversammlung hatte, so viel als keine Regierung.Seit 1725 war die gesetzgebende Gewalt so gut wie aufgehoben, dadurch den Gebrauch des lilmrurn veto kein Beschluß des Reichstageszu Stande kam. Das öffentliche Recht war vor dem Faustrechte ge-schwunden, die Freiheit vor der Gewalt, der Handel war in Abnahme,Dörfer und Städte in Verfall, das Königthum den Einflüssen vonAußen preisgegeben, allein der Adel triumphirtc und betrachtete diesenZustand als die Bürgschaft seiner Freiheit. Er war sein Werk, erhatte die Nation fertig gemacht; er überlieferte sie auch in die Händeder Ausländer. Bei keinem abendländischen Volke war die Heilig-haltung der Ehe so tief gesunken, die Eheschändnng so an der Ta-gesordnung, der Sinn für öffentliches und Privatrecht so sehr ge-schwunden, keines hatte so beharrlich alle Möglichkeit, sich durch Re-formen aufzurichten, von sich gestoßen. Es gab keine ordentliche Ver-tretung nach Außen, und daher das Ansehen fremder Gesandter imInnern, keine ordentliche Armee, keine wohlbcwahrtcn Festungen,wohl aber außerordentliche Genußsucht, eine oberflächliche französisirte