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III. Zeitalter Friedrich's des Großen.
Meisten zunächst entweder selbst befördert sein, oder die von ihnenEmpfohlenen befördert sehen wollten. „Es wäre Zeit," schrieb Wcis-haupt schon in den ersten Jahren, „daß keiner an etwas Anderesdächte, als seinem Orte und Amte genau vorzustehen. Die Regierungselbst zu reguliren, ist noch nicht erforderlich, wir brauchen zuerstUntergebene." Bald wurden, um Geld zu schaffen, alle Mitgliederaufgefordert, einen Dukaten an die Kasse einzuschicken, aber diese Auf-forderung nicht befolgt; bald wurden aus dem Drucke von Scherz-und Schmähbüchcrn reichliche Erträge erwartet; bald auf möglicheLotteriegewinnste Hoffnungen gestellt. Ucberall trat der Eigennutzder Einzelnen störend und verwirrend hervor. Der auf solche Grund-lagen errichtete Bau stürzte nach kurzer Dauer in sich selbst zusammen.Zu Ende des Jahres 1783 verließen mehrere einheimische Mitgliederden Orden, weil die Wege desselben ihnen bedenklich und die Ge-sinnungen der Obern ihnen mißfällig wurden, erbittert und nicht ge-schreckt durch Drohungen, denen keine Vollziehung gegeben werdenkonnte. Im folgenden Jahre veruneinigte sich auch Knigge mitWeishaupt und wurde aus dem Orden entlassen. Die Jlluminatenwaren so unvorsichtig, diese Händel durch Druckschriften zu veröffent-lichen, was die Aufmerksamkeit des Hofes auf dieselben zog, und am22. Juni 1784 eine kurfürstliche Verordnung herbeiführte, welche alleohne öffentliche Autorität und landesherrliche Bestätigung errichtetenCommunitäten, Gesellschaften und Verbrüderungen als eine an sichschon verdächtige und gefährliche Sache für unzulässig und verbotenerklärte, und Jedermann ernstlich befahl, sich derselben zu entäußern.Als diesem Befehl nur die Freimaurer, nicht aber die Jlluminatengehorchten, und über das Treiben der Letzteren von einem der aus-getretenen Mitglieder, Joseph Utzschneider, Gehcimschreiber der HerzoginMaria Anna, dem Kurfürsten selbst umständliche Mittheilungen ge-macht wurden, gebot Karl Theodor am 2. März 1785 durch eingeschärftes Edict bei strengen Strafen die Auflösung der Jlluminatenwie der Freimaurer, wobei die letzteren als eine von ihrer erstenStiftung allzuweit abgeartetc Gesellschaft bezeichnet wurden. Weis-haupt war kurz vorher seiner Professur mit Pension zur Erlangungeiner anderen Versorgung entlassen worden; er hatte aber die Pensionausgcschlagcn und um seinen Abschied gebeten, denselben auch „alsein hochmüthiger, renommirter Logenmeister" erhalten, und sich mitder größten Schnelligkeit aus Bayern entfernt, um nicht, wie erselbst äußerte, zum Lohne für seine Arbeiten im Orden, sich einenGalgen erbaut zu haben. In der That wurde, nachdem die weiteren