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III. Zeitalter Friedrichs des Großen.
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ThMtrr und HonM in DentschlMd.
Während die ausländischen nnd einheimischen Classiker nur vonden höher gebildeten Ständen gelesen wurden, so übte doch ein Theilvon ihnen mittelst des Theaters und der Romanlcscrei auch in wei-teren Kreisen, wenigstens auf alle städtische Bevölkerungen Einstich,was nicht wenig zur Verderblich der Sitten und zur Verweichlichungder Zeit beitrug.
Das Theater sollte gewissermaßen die in Verachtung gesunkeneKirche ersetzen. Sogar Schiller schwärmte für feine Erziehung undBesserung des Volkes von der Bühne aus. Doch gelang es derMoral niemals, auf der Bühne Herr zu werden, oder sie wurdesehr langweilig. Das deutsche Theater in der zweiten Hälfte des18. Jahrhunderts war vorherrschend frivol, nach dem Geschmack derHöfe, oder sentimental in Rousseau'scher Natürlichkeit. Im Trauer-spiel aber versteckte sich nicht selten die philosophische und sogar schonpolitische Opposition gegen das Bestehende. Jedenfalls nahm dieLiebe zum Theater in dem Maße zu, in welchem bei den Gebildetendie Liebe zur Kirche abnahm. Die italienische Oper wurde zwar vonden Höfen nicht verdrängt, aber das deutsche Schauspiel nahmallmählig neben derselben auf stehenden Bühnen Platz. Leipzigerfreute sich unter Gottsched einer ganz auf französischen Fuß einge-richteten Bühne. In Gotha stiftete Herzog Ernst, in MannheimKarl Theodor, in Hamburg der berühmte Schauspieler Schröderein deutsches Theater, dem bald ähnliche in allen deutschen Haupt-städten folgten. Das vornehmste wurde Weimar, wo Deutschlandsgrößte Dichter, Goethe und Schiller wirkten, das lärmendste Berlin,wo Kotzebne seine Spcktakclstücke ausführen ließ. Man bemerkte seitden achtziger Jahren einen zunehmenden Enthusiasmus für dasTheater bei allen höheren Klassen, eine eigentliche Theaterwnth. Sehrausgezeichnete Schauspieler, wie Eckhof, Schröder, Fleck, Jffland,erhöhten den Genuß der dramatischen Dichterwerke. Zugleich wurdendie alten italienischen Meister der Oper von deutschen Meistern übcr-troffen, unter denen Mozart aus Salzburg durch die dämonischeMacht und zauberische Lieblichkeit seiner Töne für alle Zeiten denhöchsten Ruhm erlangte. Wer möchte läugncn, daß dem so sehrempfänglichen Publikum jener Zeit durch die größten Talente eineFülle von Poesie in Meisterwerken mit dem vollen Reiz der Neuheitvor Augen gestellt worden ist, und daß es nicht anders als in Genuß