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III. Zeitalter Friedrichs des Großen.
und auch diesen selbst zu übernehmen, schien ihr mütterliche Pflicht.Um nicht gegen sich selbst unwahr zu sein, und demnach nicht dieeigene Bezwciflung des Christenthums den Kindern aufzudrängen,sollte der Unterricht in der christlichen Religion, den sie ertheilte,lediglich historisch sein. Zn diesem Zweck begann sie ein ernstesStudium der heiligen Schrift, welche sie am liebsten in lateinischerSprache las. Was sie ihrer Kinder wegen begonnen, setzte sie baldihrer selbst wegen fort. Mehr und mehr wurde sie von der Wahrheitdes Christenthums, wie ihr dasselbe aus der heiligen Schrift entge-gentrat, ergriffen und durchdrungen, und einmal ergriffen, arbeitetesie ihr ganzes Leben hindurch mit der ganzen Energie ihres seltenenGeistes daran, ihr gesammtcs Sein und Thun von der Wahrheit,welche nun ihr Inneres belebte, durchdrungen zu lassen. Ein zwarkleiner, aber bedeutender Kreis sammelte sich um die seltene Frau.Fürstcnberg mit seiner umfassenden Bildung und Erfahrung gehörtedemselben an und Overberg, in dessen frommer Kindlichkeit undEinsicht der Scharfblick Fürstenberg's schnell den innern Ruf erkannthatte, die für die Volksbildung gehegten Plane iu's Leben zu führen.Auch jüngere Männer schloffen sich an, unter denen sich namentlichdie Sohne des Freiherrn Droste zu Vischering, Caspar Max, späterBischof von Münster, und Clemens August, später Erzbischof vonKöln, mit ihren beiden Brüdcrn und ihrem früheren Führer, demnachherigen Domkapitular Katerkamp befanden.
Eine Frau, welche, wie die Fürstin Gallitzin an Weltbildungdie meisten, und an Geistesbildung alle Zeitgenossen ihres Geschlechtesüberragte, und nun mit den: blitzenden Geiste Kindcsglauben verband,mußte einen außerordentlichen Eindruck auf jede Größe machen.Goethe und Lavatcr, Herder und Hamann, fühlten sich ingleichem Grade, wenn auch in verschiedener Weise, durch die außer-ordentliche Erscheinung angezogen und gehoben.
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KM8 Look, der Gntdulm.
Seit jenen merkwürdigen Entdeckungen der Spanier und Por-tugiesen, durch welche neue Welten aus dein Schooßc des Meereshervorgezogen worden waren, befreundete sich Europa inniger mitdemselben, und dieses trügerische, furchtbare Element horchte mehrund mehr der überlegenen Stärke des Menschengeschlechts. Aufdiesem Schlauplatze hatten seit der Mitte des siebenzehntcn Jahr-