Band 
Dritter Theil: Die neuere Geschichte.
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Ursprung der französischen Revolution.

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thume aber nicht minder, als die Werke Voltairc's, nnr daß die desLetzteren ein größeres Publikum hatten, während die Werke Nonsscau's,tiefer und ernster gehalten, mehr in den gelehrten und denkendenKöpfen das Christenthum untergruben. Sein Ooutr.at srxnnt nebstseinen übrigen Politischen Schriften haben auf die socialen Verhält-nisse, sein Emil auf die Erziehung, seine ironvotts Hütomo auf dieSittlichkeit einen entschieden zerstörenden Einfluß geübt.

Die Art und Weise anbelangend, das Christenthum zu stürzen,waren Voltaire und Diderot mit ihren Freunden nicht ganz einver-standen. Beide wünschten die Sache rasch abzuthun, sie hätten gernden Triumph ihrer Sache noch erlebt. D'Alembert und Friedrich derGroße meinten, man müsse es nur untergraben. Der nächste Angriffgalt dem Orden der Jesuiten, den sie als die Vormauer der katho-lischen Kirche betrachteten. Daß der Sturz dieses Ordens in Frank-reich wesentlich ihr Werk war, unterliegt keinem Zweifel.

„In zehn oder zwölf Jahren," sagt Barrucl, „die seit der Ver-treibung der Jesuiten verflossen waren, hatte die Gottlosigkeit ihreFortschritte verdoppelt; ein neues Geschlecht, durch neue Meister ge-bildet, war aus den Kollegien in die Welt eingetreten, beinahe ohneKenntniß, vorzüglich ohne Sinn für Religion und für Frömmigkeit.Die Worte Vernunft, Philosophie, Vorurthcilc waren an die Stellegeoffenbarter Wahrheiten getreten, die Gottlosigkeit ging von derHauptstadt in die Provinzen über; von den Gutsherren und demAdel auf die Bürger, von den Herren auf die Diener. Unter demNamen Philosophie war die Gottlosigkeit geehrt; man wollte nurPhilosophen zu Ministern, zu Magistratspersoncn, zu Militärs, zuLiteraten haben. Wer seine religiösen Pflichten erfüllte, setzte sichSpöttereien und dem Gelächter aus. Es gehörte zum guten Ton derGroßen, einen Religionsspötter an der Tafel zu haben."

Ludwig XVI. brachte guten Willen mit auf den Thron, er warunterrichtet, wohlwollend, ernst und tolerant, aber unerfahren in denGeschäften, unschlüssig und wankelmüthig. Er rief das von Ludwig XV.wegen seiner Widersetzlichkeit nach Trotzes verbannte Parlament nachParis zurück, hob die Leibeigenschaft in den Gebirgen des Jura auf,schaffte die Folter ab und gab den Getrcidehandcl frei. Alles dießwurde mit großem Beifall aufgenommen, trug jedoch nicht znr Heilungder Hauptschäden bei, au welchen der Staat und die Kirche litten.Der Krieg für die Freiheit Nordamerika's gegen England (1778—1782)vermehrte die Schuldenlast um 1400 Millionen Franken, und ent-zündete durch die aus Amerika herübergebrachten Frcihettsidcen das

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