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IV. Zeitalter der Revolution.
cinen tief eingreifendeil Einfluß erhalten. Die konstituirende Ver-sammlung ist mit Allem, was sie in rein politischer Beziehunggeschaffen, längst verschwunden nnd nur in der Geschichte ein Nachhallvon ihrem Walten übrig geblieben. Die Ergebnisse der Nacht desvierten August aber haben sich unter allen Wechseln und Stürmen erhal-ten, sind in die Verhältnisse, das Dasein der Einzelnen, so zu sagenin den Boden des Landes gedrungen nnd mit ihm wie eins geworden.
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Der Zug Mch MmültS.
Seit länger trug man sich in der Hauptstadt mit dem Gedanken,man müsse den König nnd seine Familie einladen, bei seinen gutenParisern zu wohnen, kein besseres Mittel gebe es gegen den Brod-mangel. Dieser drohte freilich, war aber noch nicht eingetreten undman hätte sich vielleicht beruhigt, ohne eine vom Hofe begangeneUnbesonnenheit. Das Regiment von Flandern war in Versailleseingerückt, es sollte, um mit den Gardes-du-Corps Freundschaft zuschließen, festlich von diesen bewirthet werden. Der prächtige Opern-saal war dazu eingeräumt. Alle Logen füllten sich am 1. Oktobermit Zuschauern. Die Offiziere tafelten auf der Bühne, die Gemeinensah man reichlich im Parterre bewirthet. Alles überließ sich kamerad-schaftlicher Freude, als die Erscheinung der Königin, ihren Dauphinan der Hand, dem Feste plötzlich cinen politischen Charakter gab.Schon waren die Gemüther sehr erhitzt, als auch der König, ebenvon der Jagd zurückgekehrt, in den Saal trat. Nun spielte die Musikdas bekannte Volkslied: „O Richard, o mein König, die ganze Weltverläßt dich!" In das Lebehoch für den König mischte sich manchungestümer Ausruf gegen die Nationalversammlung ein. Es ist nichtwahr, daß man die dreifarbige Kokarde beschimpft, mit Füßen getretenhat, allein die Damen nahmen ihre wcißemBändcr ab nnd verwan-delten sie in Kokarden, vertheilten diese, und der König ließ es ge-schehen, daß man die weiße Kokarde auch die folgenden Tage in demSchlosse trug, in welchem er selbst die dreifarbige führte.
Von diesem Auftritte verbreiteten sich die übertriebensten Gerüchtein der Hauptstadt und der Pariser kam darauf zurück, es taugenimmermehr, daß sein König ferner da draußen in Versailles Hause,ohne die entsetzliche Noth der hier bei jedem Tagesanbrüche vor denBäckerläden kampfenden Menge auch nur zu kennen. Die Freundeder Anarchie oder wenn man will, der Republik, beschlossen, die