Band 
Erster Theil.
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(Jo. 6, 68).« * Der schwache und tyrannische Constan-tius hatte Ohren und hörte nicht, und Augen und sahnicht. Er rief aus einer Synode zu Mailand (355) miteiner Donnerstimme den versammelten Bischöfen zu: »Wasich will, soll euch Kirchengesetz sein; solche Gewalt räu-men mir die Bischöfe Syriens ein. Nun wählet, ob ihrgehorchen, oder aus euern Bisthümern verbannt seinwollt«. Athanasius ward verdammt und der Aria-nismus theilweise anerkannt. Die Widerstrebenden, wor-unter unter Andern der heilige Hilarius, Bischof vonPictavium (Poitiers), büßten mit der Verbannung, Atha-nastus ward durch Militärgewalt aus sehnem Sitze ver-trieben (356). Er starb 373. Im Jahre darnach folgteauf den Arianer Auxentius der große Ambrosiusals Bischof von Mailand. Er zertrat, von Theodojiusdem Großen unterstützt, der arianischen Irrlehre imrömischen Reiche den Kopf für immer, und die göttlicheWeltregierung führte die gothischen Völker, welche hart-näckig auf ihrem Irrglauben bestanden, auf den Bodendes abendländischen Reiches, um das Böse, das ihnenanklebte, die Lüge, im Schooße der Wahrheit ersticken zulassen, das Gute aber, das sie an sich hatten, ihre jugend-liche Kraft und Bildsamkeit dem abgewelkten Römer-geschlechte einzupflanzen und es durch diese Verjüngungzur Lösung der großen Aufgabe zu befähigen, die ihm fürdas Mittelalter vorbehalten war; die übrigen Germanen-völkcr hatte sie sich als noch unangesteckt von der grenzen-losen Verderbniß der römischen Heidenwelt, wie von dem aufein neues Heidenthum zielenden Irrglauben, zum Stammevorbehalten, auf den ein frisches Reis seines weltüber-

^ Athanasius, Geschickte der Arianer. K. 67.

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