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H 51. Ur- oder Hintergrund des religiösen Glaubens deralten Deutschen.
Der Ur- oder Hintergrund alles Heidenthums ist ver-möge des nie und nirgends ganz verhallenden Nachklangesder Urosfenbarung der wenn auch noch so dicht verschleierteGlauben an jenen unbekannten Gott, welchem derWeltapostel in Athen einen Altar errichtet fand, der Glau-ben an »den Gott, der die Welt und Alles,was darin ist, hervorgebracht hat, den Herrndes Himmels und der Erde, der nicht in Tem-peln wohnt von Menschenhänden gebauet,der auch nicht von Menschenhänden bedientwird, als ob er etwas bedürfe, da er selbst Al-lem Leben undOdem und Alles gibt" (Apostelg.17, 23—25), mit Einem Worte der Monotheismus. Erwar auch der Ur- und Hintergrund des religiösen Glau-bens der Deutschen. Aber auf diesem Ur- und Hinter-gründe ruht, wenn auch wieder dicht verschleiert, dochnicht so tief in Finsterniß gehüllt, wie bei andern durchUeberseinerung in schwärzere Nackt gestürzten Völkern desheidniscken Alterthums, der Glauben an das größte Ge-heimniß der Offenbarung, die Dreieinigkeit, oder wenig-stens Dreiheit dieses Einen Gottes, allmächtigen Schöpfersdes Himmels und der Erde. Die Edda beginnt, wie dieBibel, mit einer Schöpfung im Anfang, die sieHinir oder Gymir nennt, von verhüllen. Diese
geht, eine unendliche Schöpfung, aller endlichen voranund ist gleichsam der Akt, mit welchem die Gottheit sichselbst, aber eben damit auch zugleich ihr unendliches Ge-gendild, zu dessen Anschauung der Mensch nur in derVerzückung gelangt, den Bur oder Bör (Sohn) sckafft,